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Konkurrenzkampf auf Schalke: Droht Muslic ein Sturm-Dilemma?

Bis auf Emil Höjlund sind alle Spieler der Königsblauen fit, dementsprechend groß ist der Konkurrenzkampf. Könnte das für schlechte Stimmung sorgen?
VonFabian Küpper
Miron Muslic kann personell nahezu aus dem Vollen schöpfen
Miron Muslic kann personell nahezu aus dem Vollen schöpfen | Lars Baron/GettyImages

Mit dem 0:0 gegen den FC Bayern feierte der FC Schalke am letzten Wochenende einen echten Achtungserfolg. Zwar warten die Königsblauen weiter auf ihr erstes Saisontor, im Vergleich zum 0:3 gegen den FC Augsburg war gegen den Rekordmeister jedoch eine klare Leistungssteigerung zu erkennen.

DIe Stimmung ist also gut auf Schalke – und dürfte angesichts der Personalsituation noch besser werden. Denn mit Bryan Lasme meldete sich in dieser Woche ein weiterer Angreifer fit. Damit steht Trainer Miron Muslic bis auf den dauerverletzten Emil Höjlund jetzt der komplette Kader zur Verfügung.

Voller Kader steht zur Verfügung

Dementsprechend groß ist auch der Konkurrenzkampf. Doch Muslic freut das, wie er gegenüber der Bild erklärt: "Wir sind sehr, sehr froh, dass wir Härtefälle haben! Der Konkurrenzkampf ist voll entfacht, das kann uns nur antreiben und besser machen. So können wir die nächste Entwicklungsstufe in unserem Prozess nehmen. Wir sind Schalke, wir sind Bundesligist und jeder muss um seinen Platz kämpfen."

Angst vor schlechter Stimmung oder Unzufriedenheit einzelner Spieler hat der 43-Jährige dabei nicht. "Wir können aus dem Vollen schöpfen, das ist eine ganz neue Situation. Aber darüber sind wir sehr, sehr glücklich. Auch Hee-chan Hwang kommt jetzt noch dazu. Er hatte eine Top-Woche und ist eine weitere Option. Hwang hat eine enorme Wucht und Explosivität, kann mehrere Positionen spielen."

Konkurrenz belebt das Geschäft

Dennoch bleibt es ein schmaler Grat. Zwar sagt Muslic: "In der Offensive haben wir sechs Spieler für drei Positionen. Diese Konkurrenz innerhalb der Mannschaft tut uns extrem gut. Wenn mehrere Spieler um eine Position kämpfen, kann uns das mittel- und langfristig nur besser machen. Ich bin auch sehr zuversichtlich, dass wir in den nächsten Wochen torgefährlich und dann auch treffen werden."

Doch klar ist auch, dass der große Konkurrenzkampf schnell in die andere Richtung umschlagen kann. Schließlich will jeder auf seine Einsatzminuten kommen und könnte seinem Ärger sowohl intern als auch extern Luft machen, wenn das nicht passiert.

Doch wer Muslic kennt, der weiß, dass der 43-Jährige damit gut umgehen kann. Dennoch ist der große Konkurrenzkampf auch für ihn neu, in der letzten Saison hatte er irgendwann seine klare erste Elf gefunden. Soweit ist er in dieser Saison noch nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.


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