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Kompany gesperrt: Wer ersetzt den Bayern-Coach gegen PSG?

Im Hinspiel gegen PSG muss Vincent Kompany von der Tribüne aus zuschauen. Welcher seiner Assistenten wird ihn also an der Seitenlinie ersetzen?
Vincent Kompany
Vincent Kompany | picture alliance/GettyImages

In der Champions League sind auch die Cheftrainer von möglichen Gelbsperren nicht ausgenommen – wie Vincent Kompany nun selbst erfahren muss. Der Coach des FC Bayern sah in Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid seine bereits dritte Gelbe im laufenden Wettbewerb. Die Konsequenz: Im Halbfinal-Hinspiel gegen Paris Saint-Germain wird er gesperrt sein und somit nicht an der Seitenlinie stehen können.

Dementsprechend stellt sich folgende Frage: Wer von seinen Assistenten wird Kompany bei diesem so wichtigen Spiel am Spielfeldrand ersetzen? Einen glasklaren Favoriten gibt es offenbar nicht.

"Was die Organisation des Spiels gegen Paris angeht, darüber werden wir in den nächsten Tagen nachdenken. Wir setzen uns in Ruhe zusammen und entscheiden den Ablauf", hatte Kompany sich diesbezüglich noch unentschlossen gezeigt.

Die Münchener haben keine klare Co-Trainer-Hierarchie

In diesem konkreten Fall ein Problem: Einen ersten Co-Trainer gibt es in der Form nicht, da jeder der Trainer-Assistenten unterschiedliche Aufgaben hat. Der Bild zufolge ist es aber wahrscheinlich, dass die Wahl schlussendlich auf Aaron Danks fallen wird. Im Kompany-Team ist der 42-Jährige vor allem für die Standardsituation zuständig.

Bayern Munich - Borussia Dortmund
Vincent Kompany hält viel von Aaron Danks (l.) | picture alliance/GettyImages

Die Vorbereitung kann Kompany natürlich auch selbst wie gewohnt mit dem Team absolvieren. Allerdings darf er kurz vor der Partie und auch in der Halbzeitpause nicht in der Kabine sein. Während des Spiels wird er von der Tribüne aus zuschauen müssen.

Sorgen bereitet ihm das aber soweit keine: "Ich habe vollstes Vertrauen in die Mannschaft und das Trainerteam. Mein Team kann es schaffen – und ich bin dann bereit für das Rückspiel."

Einverstanden mit der Gelben Karte gegen Real war der Bayern-Coach übrigens so gar nicht. Seiner Ansicht nach sei sie "nicht gerechtfertigt" gewesen, wie er betonte: "Wenn man die Emotionen im Spiel betrachtet – und der Vierte Offizielle ist ja auch dazu da, um zuzuhören. Es ist normal, dass ich als Mitarbeiter zu ihm gehe und mit ihm spreche. Wenn meine Wortwahl falsch gewesen wäre, hätte ich in dem Moment akzeptiert, dass ich eine Gelbe Karte verdient hätte. Aber meine Wortwahl war nicht falsch!"

Effenberg sieht enorme Schwächung

"Sein Ausfall tut den Bayern fast genauso weh, wie wenn Harry Kane oder ein anderer Leistungsträger fehlen würde."
Stefan Effenberg (t-online)

Ex-Bayern-Star Stefan Effenberg will die Trainersperre nicht einfach so abtun. In seiner Kolumne bei t-online vergleicht er die Kompany-Sperre mit einem Ausfall eines Leistungsträgers.

"Das ist eine erhebliche Schwächung für den deutschen Rekordmeister. Er wird seiner Mannschaft in zwei Wochen in Paris schmerzlich fehlen", meint Effenberg.

"Kompany strahlt am Spielfeldrand stets auch in kritischen Phasen eine so große Ruhe aus, redet seinen Spielern zu, hat eine unglaubliche Aura. Ich würde das bei kaum einem anderen Trainer sagen, aber: Sein Ausfall tut den Bayern fast genauso weh, wie wenn Harry Kane oder ein anderer Leistungsträger fehlen würde", erklärt er.

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