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Kolumbianisches Casting-Talent spielt bei Klose und dem FCN vor

Der kolumbianische Linksverteidiger Miguel Hurtado darf sich am Valznerweiher für einen Vertrag empfehlen.
Darf sich aktuell im Probetraining beim 1. FC Nürnberg beweisen: Das kolumbianische Abwehr-Talent Miguel Hurtado
Darf sich aktuell im Probetraining beim 1. FC Nürnberg beweisen: Das kolumbianische Abwehr-Talent Miguel Hurtado | picture alliance/GettyImages

Es ist eine kleine Transfer-Anekdote, wie sie wohl nur der Fußball schreibt. Eigentlich wollte der 1. FC Nürnberg zwei ganz andere kolumbianische Talente im Probetraining testen. Doch Jhawer Diaz zog sich bittererweise einen Syndesmosebandriss zu und Frank Caravalli meldete sich krankheitsbedingt ab. Die Lösung für die plötzliche Lücke auf dem Trainingsplatz fand sich ausgerechnet beim Hamburger SV.

Vom HSV-Casting an den Valznerweiher

Das 21-jährige Abwehr-Talent Miguel Hurtado, das in seiner Heimat für Internacional de Palmira in der U20 aufläuft, hatte im März ein von der Agentur One Life und dem HSV veranstaltetes Casting-Turnier gewonnen. Nachdem die beiden ursprünglich eingeplanten Nürnberger Gastspieler ausgefallen waren, einigten sich die Verantwortlichen des FCN nach kurzer Absprache mit den Hanseaten darauf, Hurtado extrem kurzfristig nach Franken einfliegen zu lassen.

Beim ersten Testspiel der laufenden Sommervorbereitung durfte der Südamerikaner dann auch direkt ran. Beim 10:0-Kantersieg gegen den TSV Kornburg stand Hurtado eine Halbzeit lang als Linksverteidiger auf dem Rasen und hinterließ dabei erste Duftmarken.

Klose lobt Aggressivität in den Zweikämpfen

FCN-Coach Miroslav Klose zeigte sich nach dem Testspiel durchaus angetan von der Einsatzbereitschaft des Youngsters, bat aber noch um etwas Bedenkzeit für ein finales Urteil. "Man hat gesehen, dass er in den Duellen sehr aggressiv und eng am Mann ist. Er ist erst eine Woche bei uns und jetzt mit dem ersten Spiel, da brauchen wir noch ein paar Tage, um uns eine Meinung zu bilden“, erklärte der Cheftrainer gegenüber der Bild.

Hurtado darf also vorerst weiter am Valznerweiher vorspielen und darf auf den großen Traum von der 2. Bundesliga hoffen. Als Vorbild könnte dabei Ondrej Karafiat dienen, der sich vor zwei Jahren ebenfalls als reiner Gastspieler beim Club für einen echten Profivertrag empfehlen konnte. Ob Hurtado jedoch tatsächlich die erhoffte Dauerlösung für die defensive linke Außenbahn bei den Zweitliga-Profis wird oder vielleicht zunächst für die U23 eingeplant werden könnte, werden die kommenden Trainingseinheiten unter den wachsamen Augen von Klose zeigen.


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