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Köln wirft für Top-Talent Moore seine Transfer-Philosophie über Bord

Für Mikey Moore weicht der 1. FC Köln offenbar von seiner bisherigen Transferstrategie ab – aus einem ganz bestimmten Grund.
Mikey Moore steht kurz vor einem Wechsel nach Köln
Mikey Moore steht kurz vor einem Wechsel nach Köln | Eurasia Sport Images/GettyImages

Der 1. FC Köln steht unmittelbar vor der Verpflichtung von Mikey Moore. Nach Reigan Heskey könnte mit dem 18-Jährigen das nächste hochveranlagte Talent aus England den Weg an den Rhein finden. Doch der Deal ist außergewöhnlich – denn für Moore bricht Sportchef Thomas Kessler offenbar mit einem seiner wichtigsten Transferprinzipien.

Köln verzichtet auf sein Erfolgsmodell

Wie die Bild berichtet, war den Verantwortlichen intern schnell klar, dass sich eine solche Chance nur unter besonderen Bedingungen ergeben würde. Tottenham Hotspur möchte Moore, dessen Vertrag bis 2030 läuft, noch eine weitere Saison auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln lassen. Deshalb kommt ausschließlich eine einjährige Leihe infrage – eine Kaufoption soll es nicht geben.

Genau das widerspricht eigentlich der bisherigen Transferstrategie des FC. Kessler setzt bevorzugt auf junge Spieler, die langfristig gebunden und anschließend sportlich sowie wirtschaftlich weiterentwickelt werden sollen. Bei Neuzugängen wie Reigan Heskey oder Gil Neves verfolgen die Kölner genau dieses Modell.

Dass Tottenham mit ihrem Leihmodell ohne Kaufoption gute Erfahrungen gemacht hat, zeigte sich bereits in der vergangenen Saison. Luka Vuskovic wechselte ebenfalls für ein Jahr zum Hamburger SV, entwickelte sich dort zum Leistungsträger und wurde nach seiner Rückkehr nach England für rund 54 Millionen Euro an Brighton verkauft.

Qualität wichtiger als Weiterverkaufswert

Warum also macht Köln bei Moore eine Ausnahme? Laut Bild sind die Verantwortlichen überzeugt, dass der 18-Jährige der Mannschaft sofort weiterhelfen kann. Moore gilt als flexibel einsetzbarer Offensivspieler, der sowohl im Zentrum als auch auf beiden Flügeln spielen kann. Sein aktueller Marktwert wird bereits auf 18 Millionen Euro geschätzt, zudem soll Tottenham zuletzt sogar ein Angebot über rund 30 Millionen Euro abgelehnt haben.

Die Chancen, Moore langfristig in Köln zu halten, gelten zwar als gering. Dennoch sind die Verantwortlichen offenbar bereit, in diesem Fall von ihrer bisherigen Linie abzuweichen. Zu groß scheint die Überzeugung zu sein, dass das englische Top-Talent dem FC sportlich unmittelbar weiterhelfen kann.


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