Wie gewohnt wird der 1. FC Köln die Woche nach dem letzten Spieltag nutzen, um die abgelaufene Saison Revue passieren zu lassen. Die Bilanz wird durchwachsen ausfallen, denn trotz des Klassenerhalts verlief die Rückrunde für die Geißböcke mit insgesamt nur drei Siegen sehr enttäuschend.
Bei der Aufarbeitung dürfte die Trainer-Personalie das größte Thema sein. Schließlich ist die Zukunft von René Wagner, der im April zunächst nur als Interimstrainer bis Sommer das Vertrauen bekam, noch völlig offen. Nun lassen jedoch zwei Kölner Präsidenten aufhorchen.
"René hat in den vergangenen Wochen einen klaren Auftrag gehabt – und den hat er absolut erfüllt", sagte Vizepräsident Ulf Sobek am Rande der Kölner Saisonabschlussfeier am Montag (via Geissblog). "Er hat uns letztendlich zum Klassenerhalt geführt. Das war ein ganz wichtiger Faktor und auch der Grund, warum wir uns bewusst für ihn entschieden haben. Wir sehen in ihm auf jeden Fall einen Trainer mit sehr viel Potenzial."
Allerdings machte Sobek auch klar, dass eine Entscheidung erst nach einer umfangreichen Saisonanalyse getroffen werde. "Dazu gehört auch, dass alle Beteiligten noch offene Fragen beantworten und die verschiedenen Gremien eingebunden werden", so der 54-Jährige, der im Vorstand für den Sportbereich zuständig ist.
Präsident überrascht: "Wagner aktuell in der Pole-Position"
Während sich Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler nicht zum Trainerthema äußern wollte, ging Präsident Jörn Stobbe sogar noch einen Schritt weiter. "René Wagner ist aktuell natürlich in der Pole-Position als Trainer. Ich habe ihn in den letzten Wochen positiv wahrgenommen. Er hat seine Mission erfüllt und ich konnte ihn auch persönlich besser kennenlernen. Das hat mir sehr gefallen", sagte er.
"Dass er sich selbst nicht so in den Vordergrund stellt", rechne man Wagner in Köln hoch an. Damit spielte Stobbe womöglich auch auf Vorgänger Lukas Kwasniok an. "Man nimmt ihm glaubhaft ab, dass ihm der 1. FC Köln und der Erfolg der Mannschaft wirklich wichtig sind", lobte er weiter.
Worte, nach denen sich Wagner Hoffnungen machen darf, über die Saison hinaus Cheftrainer bleiben zu dürfen. Wie die Entscheidung schlussendlich ausfällt, bleibt dennoch abzuwarten.
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