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Köln vor Führungs-Revolution? Mannschaftsrat steht vor dem Aus

Statt eines klassischen Mannschaftsrats soll künftig eine sogenannte "Tacheles-Gruppe" mehr Verantwortung innerhalb des Teams übernehmen.
Rene Wagner will in Köln eine neue Führungsstruktur etablieren
Rene Wagner will in Köln eine neue Führungsstruktur etablieren | Lars Baron/GettyImages

Beim 1. FC Köln steht offenbar eine Veränderung in der internen Teamstruktur bevor. Nachdem René Wagner bereits frühzeitig Marvin Schwäbe als Kapitän für die neue Saison bestätigt hatte, kündigte der FC-Coach nun ein neues Konzept für die Kommunikation innerhalb der Mannschaft an.

Anstelle eines traditionellen Mannschaftsrats soll künftig eine sogenannte "Tacheles-Gruppe" eine zentrale Rolle übernehmen.

"Tacheles-Gruppe" statt klassischem Mannschaftsrat

Die Idee dahinter: Konflikte und Probleme sollen zunächst innerhalb der Mannschaft besprochen und gelöst werden, ohne dass der Trainer eingreifen muss. "Da wird offen miteinander gesprochen, da bin ich dann nicht dabei", erklärte Wagner. Viele Themen müssten seiner Ansicht nach gar nicht erst auf seinem Schreibtisch landen, sondern könnten von der Mannschaft selbst geregelt werden.

Das Konzept kennt Wagner bereits aus seiner Zeit bei Union Berlin. "Ich habe mir das nicht selber ausgedacht. Das machen mittlerweile viele Vereine. Ich habe nur Gutes darüber gehört", erklärte der 38-Jährige. Ob es deshalb überhaupt noch einen klassischen Mannschaftsrat geben wird, ließ er offen. Stattdessen könne sich eine Leadership-Gruppe mit der Zeit ganz natürlich herausbilden.

Wagner setzt auf Eigenverantwortung

Bereits zum Ende der vergangenen Bundesliga-Saison habe sich eine erste "Tacheles-Gruppe“" entwickelt. Bis zum Ende der Vorbereitung soll nun feststehen, welche Spieler und Staff-Mitglieder künftig Verantwortung übernehmen. Für Wagner steht dabei vor allem eine offene Kommunikationskultur im Mittelpunkt.

"Jeder soll das Gefühl haben, dass er Verantwortung hat für unseren Erfolg", betonte der FC-Coach. Dabei sollen nicht nur erfahrene Profis, sondern auch junge Spieler, Neuzugänge und Mitglieder des Funktionsteams ihre Meinung einbringen können. "Jeder muss eine starke Stimme haben bei uns", machte Wagner deutlich. Genau dieses Prinzip soll die neue "Tacheles-Gruppe" künftig beim 1. FC Köln verkörpern.


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