Beim 1. FC Köln laufen die Planungen für den Transfersommer bereits auf Hochtouren. Im Mittelpunkt steht dabei Megatalent Said El Mala. Wie die Bild berichtet, hat der FC nun einen entscheidenden Schritt unternommen, um im Falle eines Verkaufs künftig maximal zu profitieren.
Demnach hat der FC dem Stadtrivalen Viktoria Köln die Weiterverkaufsbeteiligung an El Mala abgekauft. Zuvor war festgelegt, dass die Viktoria bei einem späteren Transfer zehn Prozent der Ablöse erhält. Diese Regelung ist nun Geschichte.
Viktoria in Geldnot - Köln maximiert Profit
Hintergrund des Deals sollen finanzielle Engpässe bei Viktoria Köln sein. Der FC zahlte dem Vernehmen nach rund zwei Millionen Euro, um sich mit sofortiger Wirkung die kompletten Transferrechte an Said El Mala zu sichern. Ein Schritt, der sich langfristig auszahlen könnte: El Mala spielte von 2023 bis 2025 für den Stadtrivalen und gilt inzwischen als eines der begehrtesten Offensivtalente.
Mit zehn Toren und vier Vorlagen in 27 Bundesliga-Spielen hat der 19-Jährige in seiner Debütsaison eindrucksvoll auf sich aufmerksam gemacht. Sein Marktwert wird von transfermarkt.de auf rund 35 Millionen Euro geschätzt, ein Transfer im Sommer könnte jedoch deutlich mehr einbringen – insbesondere internationale Topklubs könnten bereit sein, mindestens 50 Millionen Euro zu zahlen.
Für die Kölner Verantwortlichen um Finanzchef Philipp Türoff ist der Schritt daher strategisch klar: Im Falle eines Verkaufs fließt die komplette Ablösesumme nun in die eigene Kasse. Ohne die Einigung hätte der FC einen erheblichen Anteil abgeben müssen.
WM-Teilnahme als Kölner Ass im Ärmel?
Auch auf internationaler Bühne wusste Said El Mala zuletzt zu überzeugen. Beim wichtigen EM-Qualifikationsspiel der deutschen U21 gegen Griechenland (2:0) erzielte der Kölner per Traumtor das zwischenzeitliche 1:0 und unterstrich damit seine starke Form.
Sollte der Offensivspieler seinen Lauf bis zum Saisonende fortsetzen, könnte er sogar noch auf den WM-Zug aufspringen. Eine mögliche Nominierung durch Bundestrainer Julian Nagelsmann würde ihm die Chance bieten, sich auf größter Bühne zu präsentieren.
Mit Einsätzen und möglichen Scorerpunkten bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko könnte El Mala seinen Marktwert weiter steigern – ein Szenario, das für den 1. FC Köln im Falle eines späteren Transfers besonders lukrativ wäre.
Geld für den Umbruch eingeplant
Die möglichen Einnahmen sind beim 1. FC Köln bereits fest eingeplant. Sportboss Thomas Kessler will den begonnenen Umbruch weiter vorantreiben und setzt dabei auch auf feste Verpflichtungen bisheriger Leihspieler. Im Falle des Klassenerhalts sollen Jakub Kaminski, Tom Krauß, Jahmai Simpson-Pusey, Felipe Chavez und Kristoffer Lund fest verpflichtet werden.
Für dieses Paket müsste der FC rund 20 Millionen Euro investieren, zusätzliche Neuzugänge sind ebenfalls geplant. Umso wichtiger wäre ein möglicher Verkauf von Said El Mala, dessen Ablöse nun vollständig in die Kölner Kassen fließen würde und damit zur finanziellen Grundlage für den nächsten Kader-Umbruch werden könnte.
