Der HSV befindet sich mitten in der Vorbereitung auf die Spielzeit 2026/27. Dass der Kader bis zum Ende der Transferperiode noch ein anderes Gesicht bekommen wird, ist ein offenes Geheimnis. Um die aktuellen Hängepartien zu lösen, hat Coach Merlin Polzin nun schonungslose und ehrliche Unterredungen angekündigt. "Mir ist es wichtig, dass man ehrlich ist und alles klar kommuniziert. Das haben wir so immer getan", betonte der 35-Jährige. Niemand müsse befürchten, dass die Verantwortlichen in ihren Aussagen "irgendwie schwammig" werden.
Mit Emir Sahiti, Joel Agyekum und Immanuël Pherai sind gleich drei Profis mit nach Dänemark gereist, die in der vergangenen Saison an andere Vereine verliehen waren. Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, stehen für dieses Trio nun entscheidende Zukunftsgespräche an. Sahiti brach seine Zelte bei Maccabi Tel Aviv aufgrund der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten vorzeitig ab, während Agyekum Spielpraxis beim Drittligisten Viktoria Köln sammelte.
Auch Pherai schwitzt im Camp der Rothosen mit. Der Spielmacher war in der Rückrunde an die SV Elversberg ausgeliehen. Zwar ließen die Saarländer eine üppige Kaufoption verstreichen, sie basteln aber weiterhin an einer festen Verpflichtung – ein erstes Angebot in Höhe von rund 850.000 Euro lehnte der HSV zuletzt jedoch ab. Zwar können sich alle drei Rückkehrer laut dem Bericht der Mopo bei einer passenden Perspektive grundsätzlich eine Zukunft in Hamburg vorstellen, doch die Aussicht auf regelmäßige Einsatzminuten ist für alle eher überschaubar. Auch in diesen Fällen muss Polzin im direkten Dialog nun schnell für klare Verhältnisse sorgen.
Unzufriedenheit und offene Wechselwünsche
Auf der Streichliste des HSV stehen zudem weitere prominente Namen. Jean-Luc Dompé möchte die Hamburger nach seinen sportlichen Leistungsschwankungen und diversen Disziplinlosigkeiten abseits des Platzes im Sommer unbedingt verlassen. Bislang fehlt es jedoch an einem passenden Abnehmer, der die Transfer-Hürden aus dem Weg räumt.
Auch bei Fabio Baldé stehen die Zeichen potenziell auf Abschied. Der 20-jährige Shootingstar steht auf dem Zettel europäischer Top-Klubs wie der PSV Eindhoven. Ein Wechsel gestaltet sich aktuell jedoch zäh, da mehrere Beraterwechsel des Flügelstürmers die Verhandlungen verkomplizieren. Bei Daniel Elfadli ist die Situation eine etwas andere: Der Defensiv-Allrounder war mit seinen sinkenden Einsatzzeiten in der Bundesliga-Rückrunde schlichtweg unzufrieden und fordert vom Trainerteam nun eine klare Perspektive, um seine Zukunft verlässlich planen zu können.
Katterbach und Soumahoro bereits aussortiert

Internen Redebedarf gibt es auch bei Jordan Torunarigha. Der routinierte Innenverteidiger soll nach dem Abgang von Luka Vuskovic eigentlich eine absolute Führungsrolle übernehmen, war dem Vernehmen nach in der abgelaufenen Spielzeit aber mit einigen abteilungsinternen Abläufen nicht immer vollends glücklich.
Dass die Hamburger sportliche Leitung in ihren Personalentscheidungen in diesem Sommer jedoch konsequent durchgreift und nicht davor zurückschreckt, Spieler auszusortieren, haben bereits zwei andere Abwehrspieler zu spüren bekommen. Linksverteidiger Noah Katterbach, der in Hamburg massiv vom Verletzungspech verfolgt war und zwischenzeitlich sogar in die U21 versetzt wurde, flüchtete bereits auf Leihbasis inklusive Kaufoption zum Zweitligisten Eintracht Braunschweig. Auch der verletzungsanfällige Innenverteidiger Aboubaka Soumahoro spielt in den Planungen keine Rolle mehr und wurde in der laufenden Transferperiode an den spanischen Zweitligisten RCD Mallorca verliehen.
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