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Klopps erster DFB-Auftritt: Das sagt Matthäus zum neuen Bundestrainer

Der Rekordnationalspieler findet klare Worte zu Klopps erstem Auftritt als Bundestrainer.
Lothar Matthäus ist begeistert vom neuen Bundestrainer Jürgen Klopp
Lothar Matthäus ist begeistert vom neuen Bundestrainer Jürgen Klopp | Daniela Porcelli/GettyImages

Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der Weltmeisterschaft beginnt beim DFB eine neue Ära. Jürgen Klopp soll die deutsche Nationalmannschaft zurück in die Erfolgsspur führen und hat bereits bei seiner Vorstellung als Bundestrainer für Aufbruchstimmung gesorgt.

Auch bei Lothar Matthäus hinterließ der erste Auftritt des 59-Jährigen mächtig Eindruck. In seiner Kolumne für Sky ordnete der Rekordnationalspieler Klopps Aussagen ein, zog Vergleiche zu Vorgänger Julian Nagelsmann und bewertete zugleich den neuen Kurs beim DFB.

Matthäus sieht Klopps Erfahrung als großen Vorteil

"So kennen wir Jürgen Klopp", zeigte sich Matthäus von der Antrittspressekonferenz angetan. Der neue Bundestrainer habe viel Motivierendes gesagt, sei bestens vorbereitet gewesen und habe deutlich gemacht, dass die Türen zur Nationalmannschaft für alle Spieler offenstehen. Gleichzeitig gehe es nicht ausschließlich um kurzfristige Erfolge. Neben möglichen Titeln müsse auch die Entwicklung der Mannschaft im Mittelpunkt stehen.

Einen entscheidenden Vorteil gegenüber Julian Nagelsmann sieht Matthäus vor allem in Klopps Erfahrung. "Die Kommunikation ist Jürgens große Stärke", erklärte der Weltmeister von 1990. Klopp sei 20 Jahre älter als sein Vorgänger und habe in seiner langen Trainerkarriere zahlreiche unterschiedliche Situationen erlebt. Im Umgang mit seinen Spielern könne er daher "das eine oder andere besser machen als sein Vorgänger."

Gleichzeitig warnte Matthäus davor, allein aufgrund des prominenten Namens sofort Wunderdinge zu erwarten. Auch Klopp werde letztlich an Ergebnissen gemessen. Die Qualität im deutschen Fußball hält der 65-Jährige grundsätzlich für ausreichend. In der Vergangenheit seien womöglich sogar einige Talente übersehen worden, weil andere Spieler aufgrund ihres Standings weiterhin bevorzugt worden seien.

"Natürlich kann Klopp keine neuen Spieler erfinden", stellte Matthäus klar. Entscheidend werde sein, gemeinsam mit seinem Trainerteam sämtliche Kandidaten im Blick zu behalten und daraus eine Mannschaft zu formen, die Deutschland wieder näher an die internationale Spitze führt.

Klopp zieht klare Grenzen – Lob für neues DFB-Team

Auch Klopps Umgang mit dem öffentlichen Druck könnte sich laut Matthäus von seinem Vorgänger unterscheiden. Während Nagelsmann Einblicke in viele Bereiche zugelassen habe, erwartet der Rekordnationalspieler vom neuen Bundestrainer eine deutlich klarere Trennung zwischen Beruflichem und Privatem. Klopp selbst hatte bei seiner Vorstellung bereits angekündigt, seine Familie konsequent schützen zu wollen.

Positiv bewertet Matthäus auch die personelle Aufstellung rund um den neuen Bundestrainer. Dass Klopp seinen langjährigen Vertrauten Marc Kosicke mit einbindet, hält er für einen logischen Schritt. Beide kennen sich seit Jahrzehnten und vertrauen einander vollständig. "Es ist gut, wenn jemand da ist, der Dinge aus einer anderen Perspektive sieht und mit dem man auch mal kontrovers diskutieren kann", erklärte Matthäus.

Auch Weltmeister Per Mertesacker als neuer Geschäftsführer Sport und Ex-BVB-Spieler Sven Bender erhalten Lob. Beide seien seriöse Arbeiter, hätten reichlich Erfahrung gesammelt und könnten durch ihre unterschiedlichen Perspektiven neue Impulse setzen. Gerade Bender sei noch nah an der aktuellen Spielergeneration und kenne sich im Nachwuchsbereich bestens aus.

Die Vorfreude auf Klopps Debüt gegen die Niederlande ist bei Matthäus entsprechend groß. Der 65-Jährige erwartet sogar eine "Rekord-Einschaltquote." Das Interesse an Klopps erstem Auftritt als Bundestrainer könnte seiner Einschätzung nach sogar größer ausfallen als zuletzt bei den WM-Spielen der deutschen Nationalmannschaft.


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