Nach sieben Spielen ohne Sieg konnte sich Borussia Mönchengladbach am vergangenen Wochenende endlich belohnen. Mit dem 1:0-Sieg gegen Union Berlin fuhren die Fohlen enorm wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt ein. Darauf wollen sie nun aufbauen, auch wenn die kommende Aufgabe nicht schwieriger sein könnte.
Denn für die Gladbacher geht es am Freitag (20:30 Uhr) ausgerechnet zum FC Bayern. Obwohl die Borussia den Rekordmeister in den vergangenen Jahren immer wieder ärgern konnte, scheint die Aufgabe nun praktisch unlösbar zu sein. Trainer Eugen Polanski versucht dennoch alles, um ein wenig Optimismus zu entfachen.
"Natürlich wissen wir, was da auf uns zukommt. Aber wenn wir jetzt schon sagen, da haben wir keine Chance, dann brauchen wir da gar nicht hinzufahren. Die kleine Chance, die wir haben, müssen wir nutzen", betont der 39-Jährige im Vorfeld der Partie (via Bild).
Keine Bunker-Taktik gegen Bayern: Polanski verrät seinen Plan
Die Voraussetzung für diese kleine Chance sei jedoch, "dass wir auf unserem absoluten Leistungslevel komplett performen", stellt Polanski klar. "Und wir müssen es schaffen, dass Bayern nicht zu ihrem besten Spiel kommt. Das über 90 oder 95 Minuten zu packen, ist dann schon eine riesige Aufgabe."
Der Gladbacher Übungsleiter scheint sich dafür bereits einen konkreten Plan überlegt zu haben: "Es wird nicht funktionieren, sich nur hinten reinzustellen oder komplett zu versuchen, mitzuspielen. Das wird in beiden Fällen nicht funktionieren. Auch, wenn du mitspielen willst, wird es Phasen geben, in denen du kompakt hinten drinstehen musst, weil die Bayern dich dann schon da reinpressen. Dafür gibt es dann auch Lösungen, definitiv – aber es wird wahrscheinlich eher eine Mischung aus allem sein", erklärt er.
Ein Beispiel, wie man gegen die Bayern trotz deutlich geringerer Klasse bestehen kann, lieferten in der Rückrunde bereits der FC Augsburg und der Hamburger SV. Beide Teams konnten gegen den einsamen Spitzenreiter überraschend punkten. Reiht sich die Elf vom Niederrhein hier ein?
"Auch andere Mannschaften haben bewiesen, dass da was geht. Aber es muss viel zusammenkommen. Entscheidend ist, ganz abgesehen von dem Ergebnis, diesen Glauben hochzuhalten, alles dafür zu investieren", sagt Polanski, weiß aber auch: "Und dann kann es am Ende gegen Bayern trotzdem nicht reichen. So ehrlich muss man sein."
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