Über die vergangenen Monate hat sich bei Tim Kleindienst ein klarer Plan abgezeichnet: Anstatt die Saison einfach auslaufen zu lassen und dann erst zur neuen Vorbereitung im Sommer wieder einzusteigen, möchte er zum letzten Spieltag unbedingt nochmal auflaufen. Abseits von insgesamt drei Kurzeinsätzen musste Borussia Mönchengladbach die ganze Saison auf ihren Kapitän und Torjäger verzichten.
Beim Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim, dem letzten Spieltag dieser Saison, möchte der Angreifer aber wieder zur Verfügung stehen. Dafür hat er in den letzten Wochen gearbeitet – und der Plan scheint soweit auch aufzugehen.
"Tim hat eine fußballerische Präsenz, aber auch eine eigene Tonlage und Sichtweise. Es tut gut, ihn wieder dabei zu haben. Er hat uns die ganze Saison sehr gefehlt und wir wünschen ihm Samstag einen positiven Saisonabschluss nach der langen Ausfallzeit", kommentierte Eugen Polanski (via Bild) das erhoffte und voraussichtlich auch mögliche Comeback von Kleindienst am kommenden Samstag.
Schon jetzt ist jedoch klar, dass die Startelf und auch ein längerer Einsatz noch keine Option ist. "Das bewegt sich ja schon in einem sehr kleinen Rahmen, was die Minutenanzahl angeht", drückte Polanski etwas auf die Bremse. Viel eher gehe es darum, ihm einen "positiven Abschluss" dieser Verletzungsgeschichte zu ermöglichen, die nun "extrem lange" angedauert hat.
Der Cheftrainer führte aus: "Es geht um das Gefühl, wieder da zu sein. Tim ist noch nicht bei 100 Prozent, aber es ist wichtig, dieses Gefühl zu haben, wieder gesund zu sein."
Comeback soll auch als Signal an Nagelsmann dienen
Doch für Kleindienst geht es nicht nur darum, nochmal kurz gegen Hoffenheim aufzuspielen und sich vom heimischen Publikum zu verabschieden. Mit seinem Einsatz möchte er auch ein Signal senden – und zwar an Julian Nagelsmann.
Dem Vernehmen nach hat Kleindienst die Hoffnung, mit der Deutschen Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft zu fahren, noch immer nicht abgehakt. Auch die Tatsache, dass er in dieser Saison de facto gar nicht gespielt hat, soll ihn von diesem Traum fernhalten. Mit einem Einsatz gegen Hoffenheim möchte er den Bundestrainer dazu bringen, ihn zumindest noch für eine Jokerrolle einzuplanen und ihm so einen Platz im Kader einzuräumen.
Ein bisschen Glück hatte der 30-jährige Stürmer bereits: War die Kadernominierung zunächst für den 12. Mai angedacht und damit vor dem letzten Bundesliga-Spieltag, findet sie nun erst am 21. statt – sodass sich Kleindienst nochmal zeigen kann.
Weitere Nachrichten rund um die Borussia:
