Klare Zielsetzungen: So will Schröder in Gladbach aufräumen
Von Fabian Küpper

Es war der viel zitierte gute Start, den Borussia Mönchengladbach am Sonntag gegen den FC Augsburg feierte. Mit 4:0 schossen die Fohlen die teilweise überforderten Fuggerstädter aus dem Borussia-Park und beendeten die kleine Ergebniskrise damit eindrucksvoll.
Auf Sportdirektor Rouven Schröder wartet aber trotz des gelungenen Jahresauftakts noch viel Arbeit. Denn die Probleme aus dem alten Jahr hat man natürlich mit in 2026 genommen. Deshalb hat der 50-Jährige im Trainingslager in Belek eine klare To-Do-Liste, die er zügig abarbeiten muss.
Kadergröße reduzieren
Ganz oben auf der Liste: Den Kader verkleinern. Inklusive Talenten hat Trainer Eugen Polanski 32 Spieler zur Verfügung. Das sind deutlich zu viele. Zwar soll es ausdrücklich keine "Trainingsgruppe 2" geben, dennoch hat eine Verkleinerung des Kaders oberste Priorität.
Intern wurde nach dem Leih-Deal von Verteidiger Kota Takai sogar ein Einkaufsstopp verhängt, es soll sich stattdessen auf Abgänge fokussiert werden. Die Kandidaten dafür sind schon länger bekannt: Marvin Friedrich, Luca Netz, Jonas Omlin, Grant-Leon Ranos, Charles Hermann und Tomas Cvancara. Letzterer wurde unter anderem bereits Mainz 05 angeboten, die jedoch lieber Philip Tietz vom FC Augsburg holten.
Einsparungen und Talent-Fokus
Das Thema Verkäufe wird auch für den Sommer interessant. Dann wird sich Gladbach von einem seiner Stars trennen müssen. Namentlich wären das entweder Joe Scally, Florian Neuhaus oder Nico Elvedi. Allerdings sind auch Abschiede von Identifikationsfiguren wie Rocco Reitz oder Moritz Nicolas nicht ausgeschlossen.
Die Verkäufe der Stars würden zu den Einsparungen passen, die Finanz-Boss Stefan Stegemann vorgegeben hat. Der Plan ist, Grundgehälter und Punktprämien abzusenken und leistungsbezogener zu gestalten. Spieler sollen auf Platz fünf zum Beispiel besser abkassieren als auf Platz 15. Bei den neuen Verträgen für Tim Kleindienst und Lukas Ullrich wurde dies bereits umgesetzt.
Spannend außerdem: Bei gleichbleibenden Leistungen soll in Zukunft zudem immer der jüngere Profi eingesetzt werden. Dadurch will die Borussia das größere Wertsteigerungs-Potenzial der Talente ausschöpfen. Paradebeispiel dafür ist Supertalent Wael Mohya. Schröder hat also einiges zu tun.
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