Spätestens nach dem vergangenen Transfer-Winter verfügt der FC Schalke – zumindest in der Theorie – zweifelsfrei über einen der besten Kader der 2. Bundesliga. Die getätigten Verpflichtungen haben das durch die erfolgreiche Hinrunde geformte Ziel, bereits zur nächsten Saison wieder in die Bundesliga zurückzukehren, nochmal deutlich hervorgehoben.
Doch schon jetzt steht eine bittere Wahrheit fest: Selbst wenn der Aufstieg gelingt, wird der S04 im kommenden Transfer-Sommer nicht um namhafte Spieler-Verkäufe herumkommen.
Baumann macht deutlich: S04 plant schon jetzt einen zweigleisigen Transfer-Sommer
Diese Ankündigung hat Frank Baumann im '19:04 Inside Schalke'-Talk der Funke Mediengruppe bereits getätigt. Dem Sportvorstand zufolge werde Königsblau so oder so aus finanziellen Gründen dazu gezwungen sein, auch Stammspieler abzugeben. Um nennenswerte Transfereinnahmen wird Schalke also nicht herumkommen. Namen von Spielern, die etwa als solche Verkaufskandidaten gelten könnten, nannte er allerdings nicht.
Klar ist jedenfalls: Im Aufstiegsfall wird der Kader nochmals verbessert werden müssen. Das kann Schalke aber nicht aus eigener Finanzkraft umsetzen, umso mehr müssten also Einnahmen erzielt werden. Ein einzelner Spielerverkauf könnte dann, unterbaut durch ein gutes Scouting und fachkundige Expertise, mehrere Neuzugänge ermöglichen.

Um zu wissen, in welchem Rahmen derartige Verkäufe und Einkäufe notwendig sein werden, wäre eine frühstmögliche Planungssicherheit von Vorteil. "Planungssicherheit hilft, es geht aber nicht erst los, wenn wir Ende Mai wissen, in welcher Liga wir spielen", kündigte Baumann an. Damit ist klar: Schon jetzt wird zweigleisig geplant. Die Gelsenkirchener brauchen zumindest einen groben Schlachtplan für die Bundesliga, wenn es einzig und allein um den Klassenerhalt geht, aber auch einen für möglichst weitere Entwicklung in Liga zwei, bestenfalls mit erneutem Angriff auf die Aufstiegsränge.
"Es kann sein, dass es relativ viele Transferbewegungen geben wird und wir gezielt schauen müssen, wo wir uns verstärken", führte Baumann dahingehend weiter aus. Das sind jedoch Szenarien, mit denen sich der Sportvorstand schon jetzt auseinandersetzen muss.
