Am kommenden Samstagabend um 20:30 Uhr empfängt der Vizemeister Borussia Dortmund den amtierenden Double-Sieger FC Bayern München im heimischen Signal Iduna Park. Es geht um den Franz-Beckenbauer-Supercup und damit um die erste offizielle Trophäe der neuen Spielzeit.
Oft wird dieser Wettbewerb von externen Beobachtern lediglich als besserer Testspiel-Pokal abgetan, dem es an echter sportlicher Relevanz fehle. Doch bei den Schwarz-Gelben denkt man überhaupt nicht daran, die Begegnung auf die leichte Schulter zu nehmen.
"Es geht um Titel": Kovač bezieht deutlich Stellung
In einer Medienrunde nach dem Tespiel gegen die AS Rom (2:2) fand Niko Kovač nun sehr deutliche Worte zur Bedeutung des Spiels. Er betonte den unbedingten Siegeswillen seiner Mannschaft und trat der Bezeichnung als sportlich wertlose Veranstaltung vehement entgegen.
" Ich sage es immer wieder, es geht um Titel. Der eine oder andere mag es vielleicht nicht hören aber wir sind Sportler und Sportler wollen, egal ob es um eine Ananas geht oder um was weiß ich, immer gewinnen, es geht schließlich um einen Pokal“, erklärte der Kroate die entschlossene Haltung des Vereins.
Der BVB will den Heimvorteil nutzen und den großen Rivalen aus dem Süden direkt zum Start in die Pflichtspielsaison bezwingen. Schließlich wisse man in Dortmund genau, dass auch die Münchner das Feld nicht kampflos überlassen werden.
Den Kritikern geschickt den Wind aus den Segeln nehmen
Dabei stört sich der 54-Jährige vor allem an der oft widersprüchlichen öffentlichen Wahrnehmung des Wettbewerbs. Die sportliche Relevanz des Supercups werde je nach Ausgang der Partie von den Medien oft völlig unterschiedlich bewertet.
"Wenn man verliert, dann ärgern sich alle beziehungsweise schimpfen und wenn man gewinnt, dann ist er unwichtig. Wir wollen das Spiel gewinnen und Bayern möchte es auch gewinnen und ich weiß, wie schön es ist, wenn man so einen Supercup gewinnt“, führte Kovač weiter aus.
Besondere Historie und schließende Kreise
Für Niko Kovač birgt das Duell eine ganz besondere Brisanz. Der Erfolgscoach, der den BVB seit Februar 2025 traniert und seinen Vertrag jüngst bis 2027 verlängert hat, weist im deutschen Supercup eine interessante Bilanz auf.
Im Jahr 2018 gewann er den Titel bei seinem Pflichtspieldebüt als Bayern-Trainer furios mit 5:0 gegen Eintracht Frankfurt. Ein Jahr später stand er mit den Münchnern erneut im Finale, verlor jedoch im Signal Iduna Park mit 0:2 gegen Borussia Dortmund.
Nun schließt sich für ihn der Kreis. Erstmals kämpft er auf der Trainerbank des BVB gegen den FC Bayern um die begehrte Trophäe. Ein Sieg gegen den dauerhaften Rivalen wäre für Borussia Dortmund nicht nur der erste zählbare Titel der Saison, sondern auch ein enorm wichtiges Signal an die gesamte Bundesliga.
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