Die Zukunft von Min-jae Kim war in den vergangenen Wochen immer wieder Thema. Mehrere Medien brachten den südkoreanischen Nationalspieler mit einem Wechsel nach Italien oder in die Türkei in Verbindung. Vor dem Testspiel des FC Bayern München gegen Jeju SK bezog der 29-Jährige nun selbst Stellung – und machte seine Pläne deutlich.
Kim will sich in München durchsetzen
Auf der Pressekonferenz betonte der Innenverteidiger gegenüber Bild, dass er sich beim deutschen Rekordmeister weiterhin wohlfühlt. "Als Spieler bin ich sehr froh, bei Bayern zu sein und sehr zufrieden. Ich habe einige Spiele absolviert, in den Spielen immer mein Bestes gegeben und alles auf dem Platz gelassen. Ich hoffe, dass ich diese Saison mehr Gelegenheiten vom Trainer bekomme und bleiben kann", erklärte Kim.
Trotz der starken Konkurrenz in der Innenverteidigung denkt der Südkoreaner nicht an einen Abschied. Mit Jonathan Tah und Dayot Upamecano kämpft er um einen Stammplatz, sieht den Konkurrenzkampf jedoch positiv.
"Wir haben in jeder Saison bei Bayern einen großen Wettkampf um die Plätze. Ich bin sehr froh, mich mit Tah und Upa messen zu können. Wir haben ein gutes Verhältnis und wir sprechen viel über die Situationen. Ich kann auch vieles lernen. Und das ist der Grund, warum ich sehr zufrieden bin."
Kompany stärkt Kim den Rücken
Auch Trainer Vincent Kompany stellte sich demonstrativ hinter seinen Abwehrspieler und machte deutlich, wie sehr er Kim schätzt. Der Belgier lobte vor allem dessen professionelle Einstellung. "Ich möchte Min-jae erst mal ein Kompliment machen! Egal wie die Situation ist, er liefert auf dem Platz und redet nicht abseits des Platzes. Er gibt im Training alles, er gibt auf dem Platz alles und seine Leistungen in der letzten Saison waren richtig gut", erklärte der Bayern-Coach.
Feste Hierarchien spielen für Kompany dabei offenbar nur eine untergeordnete Rolle. "Generell kann man natürlich sagen, das ist in der Abwehr die Nummer 1, 2, 3 oder 4. Die Leute machen gerne diese Ranglisten. Aber für mich ist es viel wichtiger zu sehen, was er leistet."
Damit machte der Belgier deutlich, dass allein die Leistung über die Einsatzzeiten entscheidet – und Kim sich mit starken Auftritten weiterhin berechtigte Hoffnungen auf eine größere Rolle im Bayern-Team machen darf.
