Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain trifft am Mittwoch in der Salzburger RedBull Arena auf Europa-League-Sieger Aston Villa.
Die Mannschaft von Luis Enrique schrieb in der vergangenen Saison gemeinsam mit Real Madrid Champions-League-Geschichte: Sie sind die einzigen beiden Teams der Neuzeit, die Europas prestigeträchtigsten Klubwettbewerb in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten gewinnen konnten. PSG besiegte Arsenal im Mai im Elfmeterschießen und verteidigte damit seinen Titel als europäischer Champion.
Aston Villa hingegen gewann seinen ersten großen Titel seit 30 Jahren, als es im Finale der Europa League den SC Saison Freiburg dominierte. Die Mannschaft von Unai Emery hat nun die Chance, die Saison 2026/27 mit einem Titel zu beginnen, doch PSG zu schlagen, wird nicht einfach sein – fragt einfach Tottenham Hotspur.
Die Spurs trafen im UEFA Supercup 2025 auf die Pariser und lagen bis zur 85. Minute souverän mit 2:0 in Führung, ehe der französische Spitzenklub eine atemberaubende Aufholjagd startete, um das Spiel ins Elfmeterschießen zu zwingen, das schließlich zu seinen Gunsten ausging.
Ein Jahr später wird PSG erneut versuchen, auf dem Weg zu einem weiteren Titel eine Mannschaft aus der Premier League zu überwinden. Hier seht ihr, wie der Opta-Supercomputer die Chancen vor diesem Spitzenspiel einschätzt.
Supercomputer prognostiziert Ausgang des UEFA Supercups 2026
Ergebnis | Wahrscheinlichkeit |
|---|---|
PSG siegt nach 90 Minuten | 45,0% |
Villa siegt nach 90 Minuten | 29,5% |
Spiel geht in die Verlängerung | 25,5% |
Es überrascht nicht, dass der Supercomputer auf einen Sieg von PSG im UEFA Supercup 2026 setzt. Den Parisern wird eine Gewinnchance von 45 % innerhalb der regulären 90 Minuten zugeschrieben.
Es fällt schwer, gegen Enriques Mannschaft zu wetten, die in den letzten beiden Spielzeiten so gut wie jeden in Frankreich und Europa zu gewinnenden Titel geholt hat. Zudem hat der amtierende Champions-League-Sieger 14 der letzten 17 UEFA Supercups gewonnen, wobei Atlético Madrid als einziger Verein – und zwar alle drei Male – den amtierenden europäischen Meister in diesem Zeitraum besiegen konnte.
PSG mag zwar auf den ersten Blick überragend wirken, wird aber zweifellos noch etwas eingerostet sein. Der französische Meister hat erst zwei Testspiele in der Saisonvorbereitung bestritten, und die meisten der großen Namen des Teams sind erst kürzlich nach der Weltmeisterschaft 2026 wieder zum Kader gestoßen.
Aston Villa geht als Außenseiter in dieses Spitzenspiel. Dem amtierenden Europa-League-Sieger werden nur 29,5 % Gewinnchancen für den Sieg im regulären Spielzeitraum am Mittwoch eingeräumt.
Emerys Mannschaft ist jedoch zweifellos diejenige mit der besseren Spielfitness. Aston Villa hat bereits fünf Testspiele bestritten, zuletzt eine 1:2-Niederlage gegen den FC Bayern München. Sollte das Spiel in die Verlängerung gehen, könnte sich das Blatt zugunsten der konditionell überlegenen Gäste wenden.
Die Villans werden zudem hoffen, an ihre kämpferische Leistung aus dem Viertelfinale der Champions League 2024/25 anknüpfen zu können. Dort unterlagen sie PSG nach einem spannenden Comeback im Rückspiel im Villa Park knapp mit 4:5 im Gesamtergebnis und bewiesen damit, dass sie an ihren besten Tagen mit der europäischen Elite mithalten können … nur dass ihnen diesmal Morgan Rogers und Youri Tielemans fehlen werden.
Knapp hinter den Chancen von Aston Villa auf einen Sieg im UEFA Supercup in der regulären Spielzeit liegen die Quoten für eine Verlängerung. Opta schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass das Spiel unentschieden endet und somit Verlängerung und möglicherweise ein Elfmeterschießen erzwingt, auf 25,5 %.
PSG wird seine Chancen auf einen Sieg im Elfmeterschießen sehr schätzen. Das Team hat dies bereits im UEFA Supercup 2025 gegen Tottenham und vor nur drei Monaten gegen Arsenal in der Puskas-Arena geschafft.
