Die WM absolvierte Salih Özcan offiziell noch als Spieler von Borussia Dortmund. Nach dem überraschenden Gruppen-Aus mit der Türkei lief sein Vertrag beim BVB aber aus. Lange ablösefrei auf dem Markt wird der 28-Jährige nicht sein.
Nach übereinstimmenden Meldungen aus der Türkei ist sein Wechsel zu Besiktas vollständig ausgehandelt. TV-Sender A Spor berichtet von einem Vertrag über drei Jahre, der Özcan rund 2,5 Millionen Euro pro Saison einbringt.
Finanziell hatte Köln keine Chance bei Özcan
Finanziell für den gebürtigen Kölner erneut ein lukrativer Deal. Schon nach dem Abschied aus Köln für fünf Millionen Euro Ablöse hatte der zentrale Mittelfeldspieler ein hohes Salär in Dortmund bezogen. Nachhaltig durchsetzen konnte sich der 32-fache türkische Nationalspieler bei Schwarzgelb aber nie. In der vergangenen Saison reichte es nur zu zwölf Pflichtspiel-Einsätzen – keinem einzigen von Beginn an und insgesamt nur 74 Spielminuten.
Özcan zieht es jetzt zu den Schwarzen Adlern nach Istanbul und wird erstmals in seiner Karriere Deutschland verlassen und in der türkischen Süper Lig aktiv sein. Vom Tisch sind damit auch die Gerüchte um eine Rückkehr zum Effzeh. Diese hatten sich hartnäckig gehalten. Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete in den vergangenen Wochen über einen konkreten Austausch zwischen Özcan und dem Effzeh. Dort wäre er ein erfahrener Anker fürs Mittelfeldzentrum gewesen, wo die Kölner Eric Martel ablösefrei verloren haben. Auch Werder Bremen wurde Interesse nachgesagt.
Wirklich heiß war eine Köln-Rückkehr aber offenbar nie. Allen voran wegen den finanziellen Rahmenbedingungen. 7,5 Millionen Euro über drei Jahre hätten die Geißböcke Özcan wohl nicht mal annähernd bieten können. Ähnliches gilt auch für den SVW.
Bei Besiktas denkt man dagegen größer. Neben Özcan sollen bald auch Bayern-Keeper Alexander Nübel und Arsenal-Star Leandro Trossard verpflichtet werden.
