Daran besteht keinerlei Zweifel: Erling Haaland und Martin Ødegaard stechen bei der norwegischen Nationalmannschaft heraus. Und obwohl die beiden Stars aus der englischen Premier League schon jetzt Geschichte bei dieser Weltmeisterschaft geschrieben und ihr Land mit dem Einzug ins Achtelfinale stolz gemacht haben, gehen sie gegen Brasilien als Underdog ins Rennen.
Das heißt aber natürlich nicht, dass sich die Defensive der fünffachen Weltmeister-Nation nicht trotzdem auf Haaland und seine Wucht vorbereiten muss. Umso überraschender wirken die Aussagen von Carlo Ancelotti, der seinen Abwehrspielern von sich aus keine besonderen Ratschläge mit auf den Weg geben wird.
Ancelotti möchte Haaland gar nicht erst an den Ball kommen lassen
"Jeder weiß, wie er spielt. Ich muss meinen Verteidigern nicht erklären, wie sie gegen ihn vorgehen sollen", erklärte der Nationaltrainer der Seleção vor dem Achtelfinal-Duell am Sonntagabend (22:00 Uhr deutscher Zeit).
Ohnehin glaube er nicht, dass es "so etwas wie einen Anti-Haaland-Plan gibt". Anstatt seinen Abwehrspielern einen speziellen Umgang mit dem 25-jährigen Torjäger zu empfehlen, möchte er ihn gar nicht erst ins Spiel kommen lassen: "Wir müssen verhindern, dass der Ball zu ihm gelangt. Wir müssen zwar angreifen, aber wir müssen sicherstellen, dass jemand an ihm dranbleibt, denn mit einem einzigen Ball kann er das Spiel entscheiden."
In seinen bislang drei Einsätzen bei dieser WM konnte Haaland bereits fünf Treffer erzielen und ein weiteres Tor direkt vorbereiten. Norwegen wird auf seine Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse vertrauen müssen, immerhin ist wohl nicht davon auszugehen, dass es allzu viele Großchancen für die Nordeuropäer geben wird – wenngleich sie keineswegs als chancenlose Außenseiter in diese Partie gehen wird.
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