Bei Werder Bremen könnte es im Sommer doch anders kommen als geplant. Leonardo Bittencourt, dessen Abschied bereits als beschlossene Sache galt, ist nun offenbar offen für einen Verbleib.
Wie die Werder-nahe Deichstube berichtet, kann sich der Routinier Gespräche über eine Vertragsverlängerung vorstellen, trotz zuvor klarer Trennungstendenzen.
Bittencourt-Abschied war schon offiziell
Noch im Dezember hatten Klub und Spieler gemeinsam kommuniziert, dass sich ihre Wege im Sommer 2026 trennen werden. Der auslaufende Vertrag sollte nicht verlängert werden, nachdem Bittencourt sportlich kaum noch eine Rolle spielte. Zwischenzeitlich stand sogar ein vorzeitiger Abschied im Winter im Raum. Die Zeichen deuteten klar auf eine Trennung hin.
Doch inzwischen hat sich die Ausgangslage verändert: In den vergangenen Wochen stand der 32-Jährige wieder regelmäßig auf dem Platz und war an der Bremer Wende im Abstiegskampf beteiligt, mit drei Siegen aus den letzten vier Bundesligaspielen.
Unter Horst Steffen hatte Bittencourt noch an Bedeutung verloren, unter Trainer Thioune wendete sich jedoch das Blatt. Beim 1:0-Erfolg in Wolfsburg absolvierte der Routinier zuletzt sogar sein 300. Bundesligaspiel.
Neue Vertragsgespräche möglich - Union zeigt Interesse
Nun deutet sich eine überraschende Kehrtwende an. Bittencourt ist laut aktuellen Berichten offen für einen Verbleib und könnte sich neue Gespräche mit dem Klub vorstellen. Gleichzeitig gibt es weitere Interessenten, auch aus der Bundesliga: Union Berlin soll den erfahrenen Mittelfeldspieler auf dem Zettel haben.
Damit ist die Zukunft des Routiniers plötzlich wieder offen. Für Werder stellt sich die Frage, ob Erfahrung und Kaderbreite doch noch einmal höher gewichtet werden, oder ob man an der ursprünglich geplanten Trennung festhält. Die kommenden Wochen könnten im Fall Bittencourt noch einmal Bewegung bringen.
