Die Entscheidung am Geißbockheim ist gefallen: Der 1. FC Köln verzichtet darauf, die festgeschriebene Kaufoption für US-Nationalspieler Kristoffer Lund zu aktivieren. Diese hätte sich dem Vernehmen nach auf rund 2,5 bis drei Millionen Euro belaufen. Der 24-Jährige wird den Bundesligisten somit nach nur einer Spielzeit wieder verlassen und planmäßig zu seinem Stammverein Palermo FC in die italienische Serie B zurückkehren.
"Kristoffer hat sich vom ersten Tag an voll in den Dienst der Mannschaft gestellt und mit seiner Art sowie seinen Leistungen einen wichtigen Anteil daran gehabt, dass wir unsere gemeinsamen Saisonziele erreicht haben. Er war für unsere Gruppe sowohl auf als auch neben dem Platz ein wichtiger Faktor und hat sich diesen Respekt innerhalb der Mannschaft verdient. Dafür möchten wir ihm ausdrücklich danken. Wir haben uns dazu entschieden, die vereinbarte Ausstiegsklausel nicht zu ziehen und wünschen Kristoffer für seinen weiteren sportlichen und persönlichen Weg nur das Beste", teilte Geschäftsführer Thomas Kessler mit.
Zu viele Patzer trotz großem Einsatz
Lund war im vergangenen Sommer als potenzieller Stabilisator für die linke Außenbahn verpflichtet worden und brachte vor allem enormes Tempo mit an den Rhein. Zwar kam er als einziger nomineller Linksverteidiger auf beachtliche 33 Einsätze in der Bundesliga, konnte die sportliche Führung aber letztlich nicht dauerhaft für sich gewinnen.
Immer wieder leistete sich der 24-Jährige folgenschwere Stellungsfehler und individuelle Aussetzer in der Defensive, die mitunter direkt zu Gegentoren führten. Auch in der Vorwärtsbewegung fehlte oftmals die Präzision, insbesondere bei seinen Flankenläufen. Der absolute Einsatzwille war ihm zwar auf dem Platz nie abzusprechen, der erhoffte sportliche Impact – Lund steuerte lediglich zwei Vorlagen bei – blieb jedoch aus.
Köln sucht dringend neue Linksverteidiger
Durch den Abgang von Lund setzt sich der Verein nun selbst massiv unter Zugzwang. Die linke Abwehrseite ist beim FC aktuell völlig verwaist – einen ausgebildeten Linksverteidiger sucht man im Kölner Kader nach der Entscheidung vergebens. Zuletzt musste dort oftmals Alessio Castro-Montes aushelfen, der jedoch eigentlich auf der rechten Schiene beheimatet ist. Geschäftsführer Sport Thomas Kessler hat die Suche nach einer frischen Kraft für diese Problemzone daher bereits intensiviert.
Neben Lund stehen mit Cenk Özkacar, Dominique Heintz, Florian Kainz, Luca Kilian und Eric Martel bereits fünf weitere sichere Abgänge fest. Für die festen Transfers von Tom Krauß und Jakub Kaminski nahmen die Kölner hingegen eine stattliche Summe in die Hand.
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