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Katic und Ayhan fehlen: So könnte Muslic die Schalke-Abwehr gegen Elversberg basteln

Ausgerechnet beim Topspiel muss Muslic in der Abwehr experimentieren. Auf welche Variante greift er zurück?
Miron Muslic
Miron Muslic | Ralf Ibing - firo sportphoto/GettyImages

Beim Topspiel am frühen Sonntagnachmittag, der Auswärtspartie bei der SV Elversberg, muss der FC Schalke auf gleich mehrere Stammspieler verzichten. Abseits der ohnehin mittel- oder gar langfristigen Ausfälle, liegt der Fokus dabei auf vier Spielern, die nicht dabei sein werden: Nikola Katic (Knie) und Edin Dzeko (Schulter) sind noch verletzt, während auch Kenan Karaman (angeschlagen und Gelbsperre) und Mertcan Ayhan (Gelbsperre) nicht zur Verfügung stehen.

Für die Abwehrreihe fällt somit nicht nur Katic als Stammspieler aus, sondern mit Ayhan auch sein Backup. Miron Muslic wird sich also für das Elversberg-Spiel eine neue Viererkette basteln müssen, die in dieser Besetzung dann ihr allererstes Spiel absolvieren wird – das ist schon jetzt absehbar.

In dieser Viererkette ist nur eine einzige Position und Rolle schon jetzt sicher: Moussa Ndiaye wird als Linksverteidiger aufspielen. Der 23-jährige Leihspieler ist fit und gesetzt, wusste abseits seiner entscheidenden Torvorlage beim 1:0-Heimsieg über den Karlsruher SC auch über die vollen 90 Minuten zu überzeugen. Alle anderen drei Positionen, der linke und rechte Innenverteidiger sowie der Rechtsverteidiger, sind zunächst offen. Für ihre Besetzung gibt es mehrere Optionen und Szenarien.

Katic und Ayhan fehlen: Diese Optionen hat Muslic für die Abwehrreihe

1. Sanchez bekommt seine Startelf-Chance

Felipe Sánchez
Felipe Sánchez | DeFodi Images/GettyImages

Im bisherigen Saisonverlauf wurde Felipe Sanchez zumeist als Linksverteidiger und damit als Ersatz für Vitalie Becker oder Ndiaye eingewechselt. Dass er in dieser Rolle eher selten zu überzeugen wusste, überrascht insofern nicht, als dass er eigentlich ein klassischer Innenverteidiger ist.

Deshalb könnte er auch für Katic bzw. Ayhan in genau diese Rollen einrücken und erstmals seit der 0:2-Niederlage gegen den VfL Bochum wieder in der Startelf stehen (Ende Januar, damals aber als Außenverteidiger).

Sanchez würde dann jedoch den linken Innenverteidiger geben, wodurch Hasan Kurucay weichen und als rechter Innenverteidiger aufspielen müsste. Timo Becker könnte dann weiterhin als Rechtsverteidiger aufspielen, wo er sich über die letzten Wochen wieder deutlich verbessert zeigen konnte.


2. Becker rückt in die Innenverteidigung

FC Schalke 04 v Karlsruher SC - 2. Bundesliga
Timo Becker | Jan Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Sollte Muslic gegenüber einem Startelf-Einsatz von Sanchez zu große Bedenken haben, wäre auch ein Einrücken ins Zentrum von Becker denkbar. Als Innenverteidiger hat er auch schon häufig genug aufgespielt, um die Abläufe und Aufgaben zu kennen.

Zwei Fragezeichen gibt es dann aber. Zum einen: Ist der Vorteil von Becker anstelle von Sanchez im Abwehrzentrum wirklich so groß, dass er aus der Rolle genommen werden sollte, auf der er sich jüngst wieder hat einspielen können? Zum anderen: Ist Adrian Gantenbein überhaupt schon fit genug für einen Einsatz aus der Startelf heraus? Immerhin müsste der potenzielle Rechtsverteidiger-Ersatz, der am letzten Wochenende erstmals wieder im Kader stand, dann mindestens um die 60 Minuten durchhalten können.

Mit Becker als rechtem Innenverteidiger könnte zwar auch Kurucay auf der halb-linken Position bleiben, doch würden sich durchaus Zweifel auf der rechten Seite ergeben.


3. Eine Rückkehr zum vorigen Abwehr-System

1. FC Kaiserslautern v FC Schalke 04 - 2. Bundesliga
Hasan Kurucay | Ralf Ibing - firo sportphoto/GettyImages

Es wäre auch nicht ausgeschlossen, wenngleich doch ebenso unwahrscheinlich wie überraschend, wenn sich Muslic angesichts der Katic- und Ayhan-Ausfälle für eine Rückkehr zur Dreierkette entscheiden sollte.

Kandidaten für die Dreier-Innenverteidigung wären dann allen voran Kurucay, Becker uns Sanchez – aber wohl auch Ndiaye. Je nach Zusammensetzung des Zentrums wären Ndiaye und Becker aber auch Optionen für die Schiene, ebenso Adrian Gantenbein oder auch Mika Wallentowitz.

Doch schon alleine diese mehreren Experimente zeigen auf, dass Muslic sicherlich nicht am aktuellen System, das zudem auch gut funktioniert, rütteln wird. Diese Option bleibt, sie ist aber auch am unwahrscheinlichsten.

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