Karius-Comeback in Fürth? S04-Coach Muslic über den Stand im Tor

Ehe Schalke am Samstagabend zu Schlusslicht Greuther Fürth reist, ist noch offen, wer zwischen den Pfosten steht. S04-Coach Miron Muslic lobt derweil die Folgen der Systemumstellung.
Loris Karius war gegen Magdeburg zum Zuschauen gezwungen
Loris Karius war gegen Magdeburg zum Zuschauen gezwungen / Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages
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Mit den ersten beiden Siegen des Jahres hat sich Schalke wieder an die Spitze der Zweitliga-Tabelle geschoben. Am Samstagabend (20:30 Uhr) geht es für die Knappen bei Schlusslicht Greuther Fürth weiter. Wer dann zwischen den S04-Pfosten steht, ist noch unsicher.

Beim 5:3-Heimsieg gegen Magdeburg musste Stammkeeper Loris Karius zum ersten Mal in dieser Saison passen. Die Nummer eins fiel mit Rückenproblemen aus, für ihn kam Winter-Leihgabe Kevin Müller zu seinem Schalke-Debüt.

Muslic hofft noch auf Karius-Einsatz

Die Besetzung im Tor gegen Fürth ließ Miron Muslic auf der Pressekonferenz am Donnerstag noch offen. "Er hat immer noch Rücken, aber es ist noch Zeit bis zum Spiel. Loris kennt seinen Körper am besten. Er wurde intensiv behandelt und gepflegt von der medizinischen Abteilung. Wir warten den morgigen Tag ab", erklärte der S04-Coach.

Ob mit Karius oder Müller im Tor: Schalke kassierte in den vergangenen Spielen - gemessen am voherigen Saisonverlauf - ungewöhnlich viele Tore. Zehn waren es in den letzten fünf Partien. Genauso viele wie in den 18 Spielen zuvor.

Muslic sah die drei Gegentore beim 5:3-Erfolg gegen Magdeburg auch als "Haar in der Suppe, nach einem offensiv sehr dominanten Spiel". Seine Mannschaft habe die defensive Stabilität in Momenten verloren. Auch, weil es nicht einfach ist, sich mehr Torchancen herauszuspielen. Insgesamt sieht Muslic die Entwicklung der Mannschaft im Spiel mit dem Ball aber positiv.

"Wir haben das klar angesprochen und analysiert. Wir hätten bei den Gegentoren besser verteidigen können. Wir haben trotzdem einen großen Schritt gemacht in den letzten Wochen mit der Adaptierung unseres Systems", erklärte er und versprach: "Das wird man auch in der Defensive bald erkennen."

Systemwechsel für mehr offensive Durchschlagskraft

Statt im defensiv so stabilen 3-4-2-1-System probiert es Schalke seit einigen Spielen in einer 4-2-3-1-Formation, das die offensiven Neuzugänge Edinz Dzeko, Dejan Ljubicic und Adil Aouchiche besser zur Geltung bringt. "Wir haben uns bewusst für ein System entschieden vor ein paar Wochen, damit wir unsere offensiven Abläufe so bekommen, wie wir das möchten. Das hat zwei, drei Wochen gedauert. Jetzt sind wir sehr schwer zu verteidigen", so Muslic.

Man habe aber gewusst: "Wenn wir an der Struktur etwas verändern, könnte es zu einem Nachteil für die Defensive kommen. Man muss trotzdem keine drei Gegentore kassieren. Wenn wir den Spagat finden uns es ausbalancieren können, sind wir richtig gut."

Die voraussichtliche S04-Startelf in Fürth

Karius (Müller) - T. Becker, Katic, Kurucay, Ndiaye - El-Faouzi, Schallenberg - Ljubicic, Karaman, Aouchiche - Dzeko


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