Kapitäns-Premiere bei Borussia Mönchengladbach

Vor dem schweren Auswärtsspiel in Freiburg steht Gladbach ohne Rocco Reitz da. Nun soll Routinier Nico Elvedi die Mannschaft als Kapitän anführen.
Nico Elvedi wird am kommenden Wochenende erstmals als Kapitän auflaufen
Nico Elvedi wird am kommenden Wochenende erstmals als Kapitän auflaufen / Christian Verheyen/GettyImages
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Borussia Mönchengladbach steckt mitten in einem Formtief: Sechs Spiele ohne Sieg, die Abstiegszone rückt bedrohlich näher und am Sonntag (15.30 Uhr, DAZN) wartet nun der SC Freiburg. Ausgerechnet jetzt müssen die Fohlen den nächsten Rückschlag verkraften. Trainer Eugen Polanski muss auf seinen bisherigen Kapitän Rocco Reitz verzichten. Der 23-Jährige sah beim 0:3 in Frankfurt seine fünfte Gelbe Karte und fehlt als zentraler Fixpunkt im Mittelfeld.

Doch aus der Not entsteht eine besondere Premiere: Nico Elvedi wird laut Bild-Informationen erstmals in der Bundesliga von Beginn an als Kapitän auflaufen.

Elvedis Treue wird belohnt

Für Nico Elvedi ist es mehr als nur eine spontane Vertretung. Es ist eine wohlverdiente Auszeichnung für seine jahrelange Zuverlässigkeit. Seit 2015 trägt der Schweizer das Fohlen-Trikot und hat in der Zeit über 300 Bundesliga-Spiele absolviert. Für viele Fans ist er der Inbegriff von Beständigkeit in einer Mannschaft, die zuletzt häufig wechselte und wackelte.

Der Schweizer stand in allen 22 Ligapartien dieser Saison über 90 Minuten auf dem Platz und gehört zu den wenigen Spielern, die konstant gute Leistungen zeigen. Seine Ruhe, Erfahrung und Stabilität sollen nun ein Team führen, das dringend Orientierung braucht. Dass Polanski ihm die Binde gibt, ist daher auch ein Signal: In einer schwierigen Phase setzt Gladbach auf Verlässlichkeit.

Gladbach will im Breisgau Reaktion zeigen

Gladbach braucht in Freiburg eine Antwort. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur noch drei Punkte, fünf Zähler trennen die Fohlen vom direkten Abstiegsrang. Nach Wochen voller Rückschläge muss die Mannschaft zeigen, dass sie den Negativtrend stoppen kann, unabhängig davon, wer die Kapitänsbinde trägt.

Mit Elvedi als Anführer, seiner Erfahrung und der Ruhe im Defensivverbund, soll das Team wieder Stabilität finden. Gleichzeitig sind nun alle gefordert, die Lücke von Reitz kollektiv zu schließen und Verantwortung zu übernehmen. Ein Erfolg in Freiburg wäre deshalb weit mehr als ein moralischer Befreiungsschlag: Er könnte im engen Tabellenkeller ein dringend benötigtes kleines Polster schaffen.


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