Vor dem Bundesliga-Auftakt bei Union Berlin (Samstag, 15:30 Uhr/Sky) muss Eintracht-Trainer Adi Hütter gleich mehrere wichtige Entscheidungen treffen. Besonders spannend ist die Besetzung der Zehner-Position. Durch den breiten Kader in der Offensive stehen dem Österreicher zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung – eine davon heißt Ayoube Amaimouni.
Der 21-jährige Marokkaner nutzte seine Chance im DFB-Pokal eindrucksvoll. Beim souveränen 11:0-Erfolg gegen den Fünftligisten St. Tönis rückte Amaimouni kurzfristig für den angeschlagenen Ritsu Doan in die Startelf. Dabei hinterließ er direkt einen bleibenden Eindruck und erzielte den Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0.
Hütter schwärmt von Amaimouni
Seine Leistung beeindruckte vor allem einen - seinen Coach. Hütter hob vor allem die enorme Einsatzbereitschaft des Offensivspielers hervor: "Seine Laufleistung war heute überragend. Er ist in der ersten Halbzeit schon sieben Kilometer gelaufen. Das ist schon ein Spitzenwert."
Für Amaimouni könnte der starke Auftritt genau zum richtigen Zeitpunkt kommen. Durch die neue Spielidee von Hütter sind die Karten in der Offensive neu gemischt – und der Konkurrenzkampf um die begehrten Plätze ist eröffnet. Besonders auf der Zehner-Position freut sich der Coach über die vielen Möglichkeiten: "Die Zehnerposition liebe ich. Das wird einen Konkurrenzkampf geben."
Doan und Amaimouni kämpfen um Platz neben Uzun
Im neuen 4-2-2-2-System von Hütter ist Can Uzun auf einer der beiden offensiven Mittelfeldpositionen zunächst gesetzt. Um den zweiten Platz kämpfen vor allem Amaimouni und Doan. Zwei Spieler, die eigentlich auf dem rechten Flügel zu Hause sind, sich nun aber an eine zentralere Rolle gewöhnen müssen.
Hütter sieht darin jedoch eine Chance: "Man darf nicht vergessen, dass Ritsu Doan und Ayoube Amaimouni Spieler sind, die es gerne gehabt haben, auf der Linie zu kleben, den Ball zu bekommen und ein Dribbling zu starten. Wir spielen halt einfach ein bisschen anders, aber diese Umstellung tut beiden gut. Sie sind in der Lage, auch in den Halbräumen und auf der Zehner-Position zu spielen."
Sogar ein gemeinsamer Einsatz der beiden Offensivspieler ist möglich. Da Stürmer Younes Ebnoutalib zuletzt noch nicht seine beste Form gefunden hat, könnte Hütter Amaimouni auch neben Torjäger Jonathan Burkardt aufbieten. Die große Auswahl in der Offensive sorgt damit für einen spannenden Konkurrenzkampf – und macht die Besetzung der Startelf vor dem Liga-Auftakt bei den Eisernen aus Union zu einer der interessantesten Entscheidungen rund um die Eintracht.
