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Kahn warnt FC Bayern vor PSG-Rückspiel: Zu viel Fokus auf die Offensive?

In Paris gab es ein Spektakel – nun braucht der FC Bayern jedoch ein möglichst souveränes Heimspiel.
Oliver Kahn
Oliver Kahn | KIRILL KUDRYAVTSEV/GettyImages

Der Dienstagabend hatte mit dem Halbfinal-Hinspiel der Champions League, dem Heimspiel von Paris Saint-Germain gegen den FC Bayern, ein wahres Fußballspektakel zu bieten. Neun Tore fielen insgesamt, darunter eine noch wichtige Aufholjagd des deutschen Rekordmeisters. So konnte eine deutliche Niederlage noch abgewendet werden, wenngleich nun im Rückspiel mit zwei Toren Vorsprung gewonnen werden muss.

Dafür dürfte also die Offensive der Münchener – ein weiteres Mal – im Fokus stehen. In der Triple – der Hagedorn-Fussballtalk-Runde bei Sky Sports äußerte sich auch Oliver Kahn zu diesem vermeintlichen Erfolgsfaktor des FCB.

Kahn sicher: Für den "ganz großen Titel" reicht der Offensivfokus nicht

"Es ist fast schon ein Berauschen an der Offensive. Sie haben wahrscheinlich die beste Offensive im Moment, mit den Dreien da vorne. Sie haben immer die Überzeugung, zu jedem Zeitpunkt ein Tor machen zu können", geriet der ehemalige Vorstandsvorsitzende des FC Bayern schon beinahe ins Schwärmen. Diese Qualität habe man beispielsweise auch beim Auswärtsspiel bei Mainz 05 gesehen, als ein 0:3-Rückstand noch zu einem 4:3-Sieg gebogen wurde.

Im Hinblick auf das Rückspiel-Duell mit PSG dürfe man bei allem Fokus auf die lobenswerte Offensive nicht die "Balance" verlieren, mahnte Kahn: "Das ist in den letzten Spielen passiert, dass man das Gefühl der totalen Übermacht hatte. Die Frage ist, ob du so den ganz großen Titel gewinnst."

Dahingehend gehe es nicht immer nur darum, ein Tor mehr zu schießen. Irgendwann, so Kahn, werde das nämlich nicht mehr funktionieren. "Bei einem ganz großen Titelgewinn geht es zum Schluss um Dominanz – ja. Aber ich will mein Spiel in einer gewissen Balance wissen und auch immer das Gefühl der Kontrolle haben", führte er weiter aus. Damit thematisierte er natürlich die Notwendigkeit einer auch sicheren Defensive. Die fünf Gegentore sind schon ein Brett, das die Münchener vor große Herausforderungen gestellt und ihnen trotz der eigenen vier Treffer eine bittere Niederlage beschert hat.


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