Im 'Tomorrow Business Podcast' sprach Julian Weigl als Gast mit dem Podcast-Host Tom Junkersdorf über seinen Wechsel von Borussia Mönchengladbach in die Wüste. Dabei gab der 30-Jährige die Beweggründe für seine Entscheidung, in die Saudi Pro League wechseln zu wollen, preis.
Monster-Vertrag für Weigl
"Ich habe einen Top-Vertrag dort unterschrieben."Julian Weigl
Der ehemalige Kapitän der Fohlen machte keinen Hehl daraus, dass bei seinem Transfer zu Al-Qadsiah auch die äußerst lukrativen finanziellen Konditionen eine Rolle spielten. "Ich habe einen Top-Vertrag dort unterschrieben", sagt der 30-Jährige, welcher in Saudi-Arabien dem Vernehmen nach rund 21 Millionen Euro über drei Jahre verdienen soll.
Bezogen auf die finanzielle Seite des Deals spricht Weigl auch über den Vorteil, welchen die Spieler in der Saudi Pro League genießen dürfen: "Es ist so, dass das Geld, was in deinem Vertrag steht, dann auch so auf deinem Konto ankommt." Dementsprechend erhalten Akteure wie Weigl höhere Nettoeinnahmen, da sie sich keine Gedanken um Steuerabzüge machen müssen.
Die immateriellen Gründe für den Wechsel
"Ich habe sehr viel abbekommen letztes Jahr, [...] das hat mir irgendwann schon sehr zugesetzt."Julian Weigl
Julian Weigl betonte jedoch, dass sein Abschied aus Mönchengladbach nicht nur finanzielle Hintergründe hatte. So sprach der defensive Mittelfeldspieler davon, dass seine Endphase bei der Borussia "mental nicht einfach" und "sehr anstrengend" gewesen sei. Dabei verwies der 30-Jährige vor allem auf seine Rolle als Kapitän.
"Ich wollte mit dem Verein wachsen und helfen mit meiner Erfahrung, Dinge zu verändern", sprach Weigl über seine Motivation bei den Fohlen. Doch der sechsmalige deutsche Nationalspieler hatte den Eindruck, dass der Erfolgsgedanke in Gladbach etwas verloren gegangen war und führte unterschiedliche Auffassungen zur Zukunft des Vereins als einen Streitpunkt an.
Darüber hinaus bemängelte er auch die fehlende Rückendeckung durch die Verantwortlichen bei der Borussia. "Ich habe sehr viel abbekommen letztes Jahr, [...] das hat mir irgendwann schon sehr zugesetzt", beichtet Weigl. Für ihn sei es alles in allem die richtige Entscheidung gewesen, Gladbach nach drei Jahren zu verlassen und ein neues Kapitel aufzuschlagen.
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