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Italienisches Talent-Trio in Dortmund kein Zufall

Der BVB ist seit einem längeren Zeitraum bekannt für seine Talentausbildung. Was die Herkunft der durchbrechenden Spieler betrifft, ist momentan ein Wandel zu erkennen.
Inácio, Mane und Reggiani debütierten diese Saison für den BVB
Inácio, Mane und Reggiani debütierten diese Saison für den BVB | Ralf Ibing - firo sportphoto/GettyImages

Blickt man in die Vergangenheit, fallen vor allem Spieler auf, die Borussia Dortmund in jungen Jahren aus England in den Ruhrpott lotsen konnte. So war es beispielsweise bei Jude Bellingham (kam von Birmingham City) oder Jamie Gittens und Jadon Sancho, welche beide von Manchester City verpflichtet wurden. Aktuell zeichnet sich eine Verschiebung des anvisierten Marktes ab.

Talente aus Italien

Demnach schaut der BVB beispielsweise mehr auf den italienischen Markt. Wie die WAZ berichtet, ist dies kein Zufall. Ein Grund dafür ist der Brexit. Seit diesem einschneidenden Ereignis sind Transfers von Spielern aus England, welche minderjährig sind, nicht gestattet, da es sich bei den entsprechenden Akteuren nicht um EU-Spieler handelt. Aufgehoben wird diese Regelung lediglich, wenn sich die Eltern des betroffenen Spielers aus anderen Gründen als dem Fußball dazu entscheiden, nach Deutschland zu ziehen.

Die Dortmunder haben daher unter anderem den italienischen Markt fokussiert. So sind in der laufenden Spielzeit gleich drei Talente aus Italien beim BVB zum Einsatz gekommen. Während Filippo Mane (21) gleich zu Beginn der Saison bei den Schwarz-Gelben debütierte, folgten im späteren Verlaufe der Spielzeit die Debüts von Luca Reggiani (18) und Samuele Inácio (18).

Warum der italienische Markt interessant ist

Wenn es um die Einsatzminuten für Spieler geht, welche unter 21 Jahre alt sind, ist die Serie A faktisch ein hartes Pflaster. So landet die italienische Eliteliga im internationalen Vergleich lediglich auf dem 49. Platz von insgesamt 50 erfassten Ligen. Heißt: Es gibt viel ungenutztes Potenzial in Italien.

Darüber hinaus bieten die Verpflichtungen italienischer Talente einen weiteren Vorteil für die Borussia aus Dortmund. Internationale Ausbildungsentschädigungen sind nämlich eindeutig von der UEFA geregelt und sorgen dafür, dass Spieler aus dem Ausland meist weniger kosten als ein Akteur aus der heimischen Liga.

Zusammen mit einem guten Scouting kann diese Sachlage dazu führen, dass der BVB vielversprechende Talente aus Italien loseisen kann. So war es auch bei Filippo Mane, welcher vor einigen Jahren von Sampdoria Genua nach Dortmund wechselte. Luca Reggiani folgte 2024 aus Sassuolo und Samuele Inácio kam im selben Jahr von Atalanta Bergamo zu den Schwarz-Gelben.


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