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"Ist Attraktivität wichtiger als Erfolg?" – Kovac verteidigt seinen Spielstil

Niko Kovac kann die Kritik an seinem Spielstil nicht nachvollziehen.
Niko Kovac führte den BVB souverän in die Champions League
Niko Kovac führte den BVB souverän in die Champions League | DeFodi Images/GettyImages

Bayern München spielt in dieser Saison in einer eigenen Liga. Das musste auch Borussia Dortmund anerkennen, aber die Schwarz-Gelben sind trotzdem auf Kurs, ihre beste Saison seit sieben Jahren zu spielen. Damals holte das Team unter Lucien Favre 76 Zähler, Niko Kovac kann diese Punktzahl auch noch erreichen, wenn die restlichen drei Spiele gewonnen werden.

Trotzdem gab es im Laufe der Saison immer wieder Kritik an seinem Spielstil – auch von den Spielern selbst. Dieser sei zu unattraktiv und würde nicht zu einem Verein wie Borussia Dortmund passen, hieß es oft. Dagegen wehrt sich der 54-Jährige.

Kovac verteidigt seinen pragmatischen Ansatz

Im Interview mit der FAZ erklärte Kovac: "Ich frage Sie: Wer – abgesehen vom FC Bayern München – spielt in der Bundesliga durchgehend attraktiven Fußball? Und ist Attraktivität wichtiger als Erfolg?"

Anschließend ergänzte er: "Sie müssen verstehen, dass die Bundesliga keine Theaterbühne ist, auf der jede Vorstellung gleich ist; vieles ist unvorhersehbar. Kaum ein Verein bietet seinen Fans jede Woche vier Tore und spektakulären Angriffsfußball…"

Versteckte Kritik an Kehl

"Was uns vielleicht ein bisschen fehlt, ist das, was der FC Bayern im Überfluss hat. Sie haben einen unglaublich starken Kader mit vielen außergewöhnlichen Einzelspielern."
Niko Kovac (FAZ)

In der Betrachtung dieser Sache kritisierte er dabei auch rückblickend den ehemaligen Sportdirektor Sebastian Kehl. Kovac sagte nämlich: "Ich finde, wir haben in dieser Saison definitiv sehr guten und attraktiven Fußball gezeigt. Was uns vielleicht ein bisschen fehlt, ist das, was der FC Bayern im Überfluss hat. Sie haben einen unglaublich starken Kader mit vielen außergewöhnlichen Einzelspielern."

Eine klare Spitze gegen Kehl, der beim BVB für die Kaderplanung und die Transfers verantwortlich war. Unter seiner Regie holten die Schwarz-Gelben in den letzten Jahren viele Spieler, die nicht zündeten, echte Ausnahmespieler von der Qualität eines Erling Haaland oder Jadon Sancho gab es nicht mehr.

Der neue Sportdirektor Ole Book will das ändern. Unter seiner Ägide wollen die Schwarz-Gelben wieder deutlich mehr auf Talente setzen und mehr internationale und vielversprechende Youngstars an die Strobelallee lotsen.


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