09. Juli 2006. Das ist nicht nur der Tag, an dem sich Italien zum vierten Mal zum Weltmeister krönte, sondern auch das Datum, an dem die Squadra Azzura zum bislang letzten Mal ein K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft absolvierte.
Und daran wird sich auch bis mindestens 2030 nichts ändern. Denn Italien scheiterte in den WM-Playoffs im Elfmeterschießen an Bosnien-Herzegowina und verpasst damit zum dritten Mal in Folge das Turnier – oder vielleicht doch nicht?
Eine verrückte Idee
WM-Sonderberater Paolo Zampolli soll US-Präsident Donald Trump den Vorschlag gemacht haben, den Iran bei der anstehenden Endrunde durch Italien zu ersetzen. Das berichtet die Financial Times.
"Ich kann bestätigen, dass ich Trump und (FIFA-Präsident Gianni, Anm. d. Red.) Infantino vorgeschlagen habe, dass Italien den Iran bei der WM ersetzt", erklärte der Sonderberater demnach. Für den 56-Jährigen mit italienischen Wurzeln wäre es "ein Traum", wenn Italien bei einem Turnier vertreten sei, das in den USA stattfinde. "Mit vier Titeln haben sie die Reputation, die eine Aufnahme rechtfertigt", betonte Zampolli.
Hintergrund dieser Bemühungen dürfte neben dem Sport auch die Bemühung sein, das angeknackste Verhältnis zwischen Italien und Amerika zu kitten. Trump und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatten sich zuletzt gegenseitig scharf kritisiert.
Irans Teilnahme weiterhin nicht sicher
DIe Teilnahme vom Iran an der WM ist aufgrund der angespannten politischen Beziehungen zwischen den USA und dem Iran weiter fraglich. Gemeinsam mit Israel griff Amerika in den letzten Wochen immer wieder verschiedene Gebiete im Iran an und tötete dabei das geistige Oberhaupt Ali Chamenei.
FIFA-Präsident Gianni Infantino beteuerte zuletzt, dass der Iran "auf jeden Fall" an der WM teilnehmen werde. "Die iranische Mannschaft kommt ganz sicher", sagte Infantino auf dem Invest in America Forum des Fernsehsenders CNBC.
Diese Aussage steht angesichts der politischen Lage und den Kommentaren von Trump auf wackeligen Beinen. Der US-Präsident hatte verlauten lassen, dass er nicht für die Sicherheit der iranischen Mannschaft bei der WM garantieren könnte.
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