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Irre: Nationaltrainer nach erstem WM-Spiel entlassen

Tunesien zieht nach der Auftaktniederlage die Reißleine.
Sabri Lamouchi
Sabri Lamouchi | Ryan Pierse - FIFA/GettyImages

Die Weltmeisterschaft 2026 ist erst wenige Tage alt und hat bereits die erste Trainerentlassung vorzuweisen: Wie der tunesische Verband am Montag bestätigte, wurde Nationalcoach Sabri Lamouchi nach nur einem Gruppenspiel entlassen!

Nachfolger wird vorerst Mondher Kebaier, der die Mannschaft in den verbleibenden zwei WM-Spielen betreuen wird. Der 56-Jährige war zuletzt als Cheftrainer beim tunesischen Hauptstadtklub Club Africain Tunis beschäftigt.

Tunesien hatte in der Nacht von Sonntag auf Montag (deutscher Zeit) sein WM-Auftaktspiel sang- und klanglos mit 1:5 gegen Schweden verloren. Da mit Japan und der Niederlande noch zwei weitere starke Gegner warten, droht den Afrikanern somit das frühe und enttäuschende Gruppen-Aus.

"Die individuelle Qualität hat den Unterschied ausgemacht. Wir haben individuelle Fehler gemacht, die Schweden eiskalt ausnutzen konnte. Diese individuellen Fehler sind uns teuer zu stehen gekommen. Bei einer WM wird nichts verziehen", hatte Lamouchi nach der Niederlage geklagt. "Wir müssen unsere Fehler reduzieren und unsere taktischen Schwächen beheben. Wir brauchen ein besseres Zusammenspiel zwischen den drei Mannschaftsreihen, das hat uns heute gefehlt. Schweden war überlegen."

Neben dem frustrierenden Auftritt gegen Schweden hatte Lamouchi aber noch einen weiteren Nebenkriegsschauplatz zu bewältigen, der für Aufruhr sorgte: Laut Angaben des tunesischen Radiosenders Mosaique FM gab es nach dem Ende des Spiels zwischen dem Sohn von Sabri Lamouchi und einem tunesischen Fan auch noch eine Schlägerei. Lamouchis Sohn hat zwar keine Funktion beim Verband, reist aber trotzdem stets bei der Delegation mit.

Lamouchi hatte den Posten als tunesischer Nationaltrainer erst zu Beginn dieses Jahres angetreten. Seine Bilanz ist ernüchternd: In fünf Spielen gab es lediglich einen Sieg (1:0 gegen Haiti), dafür drei Niederlagen.


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