Durch die Leihen von Almugera Kabar (NEC Nijmegen, offiziell bestätigt) und Diant Ramaj (FC Kopenhagen, offizielle Bestätigung steht noch aus) ist die Abgangsseite von Borussia Dortmund eigentlich geschlossen. Eigentlich. Denn womöglich kommt es in den letzten zwei Wochen der Transferperiode doch noch zu einem überraschenden Abschied.
Die Bild berichtet, dass Inter Mailand Interesse an Luca Reggiani angemeldet und sich bereits bei seinem Management nach ihm erkundigt hat. Der Youngster, südlich von Mailand in Modena geboren, durfte im Juni sein Länderspieldebüt für die Squadra Azzurra feiern und genießt in Italien einen hohen Stellenwert. Neben Inter sollen sich noch weitere Klubs aus der Serie A mit Reggiani beschäftigen.
Reggiani offen für Rückkehr nach Italien
Dem Bericht zufolge soll Reggiani sich eine Rückkehr in seine Heimat "sehr gut vorstellen" können. Die Bild geht davon aus, dass der Deal Fahrt aufnehmen könnte, sollte Inter ein attraktives Angebot unterbreiten. Was attraktiv bedeutet – sprich: welche Ablöse den BVB überzeugen würde –, bleibt jedoch offen.
Da Reggiani erst im Frühjahr seinen ersten Profivertrag in Dortmund unterschrieben hat und somit noch langfristig gebunden ist, haben die Schwarzgelben keinen Druck, den 18-Jährigen zu verkaufen. Allerdings ist es auch nicht so, dass Reggiani beim BVB eine herausragende Rolle einnimmt.
Mit Joane Gadou, Waldemar Anton und Ramy Bensebaini dürften zum Saisonstart drei Verteidiger in der Startelf klar gesetzt sein, dazu machten zuletzt Berichte die Runde, dass sein Landsmann Filippo Mane im internen Ranking an Reggiani vorbeigezogen ist. Kommen dann auch noch Nico Schlotterbeck und Emre Can von ihren aktuellen Verletzungen zurück, sieht Reggianis Perspektive plötzlich düster aus.
Insofern wäre es aus BVB-Sicht gar nicht so verkehrt, den Youngster bei einem ordentlichen Angebot in diesem Sommer zu kaufen. Mit Gadou und Mane hätte man immer noch zwei junge und entwicklungsfähige Verteidiger in den eigenen Reihen.
Reggiani war im Februar 2024 von US Sassuolo in den BVB-Nachwuchs gekommen, musste in der vergangenen Saison aber urplötzlich bei den Profis aushelfen. Das Team von Niko Kovac hatte zeitweise eine große Personalnot in der Defensive, sodass Reggiani ins kalte Wasser geworfen wurde. Der Youngster erledigte seine Sachen sehr zufriedenstellend, was ihm nun ein paar Verehrer eingebracht hat.
Festzuhalten bleibt jedoch, dass Reggiani auch bei Inter Mailand massig Konkurrenz hätte, schließlich stehen dort Verteidiger wie Alessandro Bastoni, Yann Bisseck, John Stones und Manuel Akanji im Kader.
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