Im Abstiegskampf unter Druck: Kwasnioks Plan für die Köln-Wende

Beim Heimspiel gegen Mainz am kommenden Samstag steht der FC-Trainer unter Zugzwang – mit diesem Plan sollen die Kölner zurück in die Erfolgsspur finden.
Kwasniok kämpft um seinen Job
Kwasniok kämpft um seinen Job / INA FASSBENDER/GettyImages
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Lukas Kwasniok steht beim 1. FC Köln unter erheblichem Druck. Seit acht Bundesliga-Spielen wartet der FC auf einen Sieg, zuletzt gab es eine 1:3-Heimniederlage gegen den FC Bayern München. In der Tabelle ist Köln nach einem starken Saisonstart inzwischen auf Rang zwölf abgerutscht. Die Bild berichete jüngst sogar, dass das Duell gegen den Vorletzten ein Endspiel für den Geißbock-Coach werden könnte.

Das Heimspiel am Samstag gegen den 1. FSV Mainz 05 ist so oder so eine richtungsweisende Partie. Während der FC weiter auf der Stelle tritt, reisen die Nullfünfer mit Rückenwind ins Rheinland: Mainz ist seit vier Spielen ungeschlagen, konnte unter der Woche den ersten Bundesliga-Sieg unter dem neuen Trainer Urs Fischer einfahren und hat sich zuletzt deutlich stabilisiert.

Eine weitere Niederlage würde die Lage beim FC dagegen weiter verschärfen – sportlich wie atmosphärisch. Ein Sieg könnte dagegen neue Energie freisetzen und die Diskussionen beruhigen. Für Kwasniok geht es somit um weit mehr als drei Punkte: Es geht um Vertrauen, um Ruhe im Umfeld und womöglich um seine Zukunft auf der Trainerbank.

Trainer und Mannschaft zwischen Kritik und Rückhalt der Fans

Die angespannte sportliche Situation hat zuletzt auch auf den Tribünen Spuren hinterlassen. Bei den vergangenen Spielen machten Teile der Fans ihrem Unmut über die Entwicklung der Mannschaft Luft, vereinzelt richtete sich die Kritik direkt gegen Trainer Lukas Kwasniok. Plakate und Pfiffe sorgten für zusätzliche Unruhe rund um den Chefcoach.

Beim Auftritt gegen den FC Bayern zeigte sich jedoch ein anderes Bild: Die Fans verzichteten weitgehend auf Trainerkritik und unterstützten die Mannschaft lautstark. Ein Zeichen dafür, dass der Rückhalt im Umfeld noch vorhanden ist und im Abstiegskampf zu einem wichtigen Faktor werden könnte.

Kwasnioks Plan: Leichtigkeit als Weg aus der Krise

Statt mit zusätzlicher Härte auf die Negativserie zu reagieren, setzt Kwasniok bewusst auf einen anderen Ansatz. Trotz der ausbleibenden Ergebnisse nimmt der Trainer aus dem Auftritt gegen den FC Bayern vor allem die starke kämpferische Leistung seiner Mannschaft mit. Darauf will er nun mit mehr Lockerheit, Zusammenhalt und Vertrauen in die eigene Stärke aufbauen. Im Trainingsalltag sollen positive Impulse helfen, mentale Blockaden zu lösen.

Gleichzeitig richtet Kwasniok einen klaren Appell an die Fans. "Ich bin überzeugt davon, dass die Jungs sich für ihre Aufopferungsbereitschaft in den nächsten Spielen belohnen werden", sagte der 44-Jährige. Gerade mit Blick auf die kommenden Heimspiele sei viel möglich: "Wir haben jetzt drei der nächsten vier Spiele zu Hause, und gemeinsam mit den Fans sind wir imstande, wieder ins Punkten zu kommen. Aber das geht nur gemeinsam."


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