Skip to main content

'HubStevens' und Co.: So profitiert Schalke von modernen KI-Tools

Auf Schalke wird inzwischen mit hochmodernen KI-Tools gearbeitet. Zusammengefasst sind diese Programme im 'HubStevens'.
Matthias Tillmann
Matthias Tillmann | Ralf Ibing - firo sportphoto/GettyImages

Ohne Technik geht es heutzutage gar nicht mehr – und zwar egal in welchem Lebens- oder auch Arbeitsbereich. Das ist im Profifußball natürlich nicht anders. Auch hier arbeiten die Vereine schon seit einigen Jahren mit modernsten Mitteln. Mittlerweile nimmt die Künstliche Intelligenz einen zentralen Punkt ein.

Dafür scheint der FC Schalke ein sehr gutes Beispiel zu sein. Wie die Sport Bild berichtet, ist der aktuelle Tabellenführer der 2. Bundesliga ein hochmoderner Vorreiter, der inzwischen sogar über ein ganzes Portfolio an KI-basierten Analysetools verfügt. Dafür ist offenbar Matthias Tillmann federführend verantwortlich. Zusammengefasst sind diese Tools im 'HubStevens' – ein Wortspiel aus dem Oberbegriff des 'Digital Hub' in Anlehnung an Huub Stevens, der Trainerlegende des S04.

In dieses Portfolio gehört etwa auch das Scouting-Tool 'StatsLibuda'. Auch hier: Stats für Statistiken, kombiniert mit Stan Libuda. Dazu gab es bereits mehrere Medienberichte und interessante Stories, beispielsweise das außergewöhnlich gute Rating des Systems für Adil Aouchiche. Angesichts der Kennzahlen, die sich am seitens Schalke auserkorenen Spielstil orientieren (Pressing-Verhalten, Laufbereitschaft, etc.), schien der Winter-Neuzugang eigentlich sogar zu gut für Königsblau zu sein.

FC Schalke 04 v DSC Arminia Bielefeld - 2. Bundesliga
Adil Aouchiche | Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Was jedoch vergleichsweise neu ist: Mit 'StatsLibuda' können mittlerweile auch Trainer gescannt werden und nicht mehr nur Spieler. Damit bereitet sich Schalke unabhängig vom jeweils aktuellen Cheftrainer darauf vor, dass die auf eine bestimmte Spielidee zusammengestellte Mannschaft auch einen neuen Coach bekommt, der diese Ideen ebenfalls umsetzen möchte – und es auch kann.

Laut der Sport Bild gab diese Trainersuche im vergangenen Sommer neben Miron Muslic auch Roger Schmidt eine sehr gute Bewertung. Daraufhin wurde er auch kontaktiert, woraufhin sich Schalke jedoch schon frühzeitig eine Absage eingehandelt haben soll.

Spielanalyse und Medizin gehören schon zu 'HubStevens' - auch Torhüter sollen folgen

Was dem S04 zusätzlich bereits zur Verfügung steht: Ein eigenes Programm zur Spielanalyse, das die Arbeit für das Trainerteam dank neuer KI-Einsätze deutlich vereinfacht. Es liefert Daten und Erkenntnisse sowohl zur Mannschaft, als auch zu einzelnen Spielern – und das schon während der Spiele. So kann Muslic mit seinem Team beispielsweise schon zur Halbzeit schauen, welche Spieler bislang wirklich gut oder auch gar nicht funktionieren. Abseits der eigenen Erkenntnisse, versteht sich.

Auch im medizinischen Bereich geht Schalke voran. Die Ärzte tragen die vielen Daten, die sie erheben, in ein eigenes Programm ein. Eine KI kann Abgleiche machen und durch die Werte, kombiniert mit Fitnesswerten aus Training und Spiel, auch drohende Verletzungen durch etwa zu hohe Belastung vorhersagen. So kann einfacher festgelegt werden, welche Akteure vielleicht doch eher einen Tag zur Belastungssteuerung bekommen, anstatt eine intensive Einheit mit dem Team abzuleisten.

Wiederum noch in Arbeit ist eine Torwartscouting-App. Diese soll ähnlich zu 'StatsLibuda' funktionieren, das bislang nur für Feldspieler funktioniert. Wie die Sport Bild berichtet, ist daran auch Michael Langer beteiligt. Zusammen mit dem Ex-Keeper, der beim S04 als Trainee tätig ist, sollen wichtige Kennzahlen erarbeitet werden. So sollen künftig auch die Torhüter passend zu den bevorzugten Kriterien ausgewählt werden können.

Loading recommendations... Please wait while we load personalized content recommendations