Yussuf Poulsen soll beim Hamburger SV in der kommenden Saison wieder eine wichtige Rolle spielen – allerdings mit Bedacht. Nach Informationen der Bild erhält der 32-Jährige in der Sommervorbereitung ein individuelles Belastungsmanagement, um weitere Verletzungen zu vermeiden.
HSV setzt auf gezielte Belastungssteuerung
Bereits im Trainingslager in Helsingør zeigte sich, wie vorsichtig der einstige Bundesliga-Dino mit seinem Kapitän umgeht. Am vergangenen Freitag beendete Poulsen eine Trainingseinheit vorzeitig – allerdings nicht wegen einer Verletzung, sondern weil seine individuell festgelegte Belastungsgrenze erreicht war.
Dem Bericht zufolge entscheidet das Trainer- und Ärzteteam täglich, wie viele Minuten der dänische Nationalspieler absolvieren soll. An Tagen mit zwei Einheiten wird Poulsen regelmäßig eine Trainingseinheit verkürzen oder komplett aussetzen. Hintergrund ist seine schwierige Vorsaison, in der ihn gleich mehrere Muskel- und Bänderverletzungen immer wieder zurückwarfen. Am Ende standen 15 Bundesliga-Einsätze zu Buche, lediglich einer von Beginn an.
Der Stürmer selbst fühlt sich nach der Sommerpause jedoch deutlich besser vorbereitet. "Nach dem vergangenen Jahr tut es gut, jetzt einmal ohne Beschwerden in die Vorbereitung starten zu können. Während der letzten Saison habe ich meinen Körper wahrscheinlich manchmal zu sehr belastet, weil ich der Mannschaft unbedingt helfen wollte. Jetzt konnte ich in Ruhe regenerieren und mir eine gute Grundlage erarbeiten", erklärte Poulsen.
Nationalmannschaft-Comeback als großes Ziel
Trotz der vorsichtigen Herangehensweise soll Poulsen in den Planungen von Trainer Merlin Polzin eine wichtige Option für den Sturm bleiben. Ziel ist es, den Routinier möglichst konstant und über die gesamte Saison hinweg einsetzen zu können, anstatt ihn nach kurzen Einsätzen erneut zu verlieren.
Der 87-malige dänische Nationalspieler blickt dabei sogar über den HSV hinaus. Seit November 2024 wurde Poulsen nicht mehr für Dänemark nominiert, an ein endgültiges Ende seiner Länderspielkarriere glaubt er jedoch nicht: "Ich glaube nicht, dass das Kapitel endgültig abgeschlossen ist." Mehr Einsatzzeit im HSV-Trikot könnte dem Angreifer somit auch die Tür für ein Comeback im Nationalteam wieder öffnen.
