HSV-Wechsel oder VfB-Verbleib? Wohlgemuth-Entscheidung gefallen
Von Niclas Hergt

Der Hamburger SV muss die Suche nach einem neuen Sportvorstand voraussichtlich außerhalb Stuttgarts fortsetzen. Nachdem Stefan Kuntz zu Jahresbeginn überraschend aus familiären Gründen um eine sofortige Vertragsauflösung gebeten hatte, ist der Verein auf der Suche nach einem Nachfolger.
Zuletzt kursierten vermehrt Gerüchte um den Stuttgarter Sportvorstand Fabian Wohlgemuth. Laut Sky-Insider Florian Plettenberg hat der 46-Jährige jedoch kein Interesse an einem Wechsel an die Elbe und strebt einen Verbleib im Schwabenland an. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2027.
Wohlgemuth: Der Architekt des Stuttgarter Erfolgs
Der gebürtige Berliner kam im Dezember 2022 als Nachfolger von Sven Mislintat zum VfB Stuttgart. Zunächst übernahm Wohlgemuth die Rolle des Sportdirektors, ehe er im Juli 2024 zum Sportvorstand der Stuttgarter befördert wurde. Gemeinsam mit Cheftrainer Sebastian Hoeneß formte er aus einem einstigen Abstiegskandidaten einen Titelaspiranten.
In der Saison 2023/2024 erreichten die Schwaben hinter dem ungeschlagenen Meister Bayer 04 Leverkusen den zweiten Platz und sicherten sich die erste Champions-League-Teilnahme seit 15 Jahren. Im vergangenen Jahr gewann der VfB dann sogar den DFB-Pokal.
In seiner Amtszeit holte Wohlgemuth reihenweise namhafte Talente zu den Schwaben, darunter besonders Alexander Nübel, Angelo Stiller, Deniz Undav, Nick Woltemade und Jamie Leweling. Sie alle entwickelten sich in Stuttgart zu deutschen Nationalspielern und ziehen bzw. zogen international großes Interesse von absoluten Topteams auf sich. Damit hat Wohlgemuth die Schwaben mit seiner Transferpolitik in neue sportliche und finanzielle Sphären gehoben.
HSV blitzt bei Wohlgemuth ab: Was sind die Alternativen?
Laut Sport Bild stehen für den HSV mehrere Kandidaten im Raum. Zu ihnen zählt zunächst Oliver Bierhoff, der bereits 2024 nach dem Weggang von Jonas Boldt im HSV-Fokus stand. Auch eine Rückkehr von Boldt selbst wird diskutiert. Der Ex-Sportchef kann sich ein Comeback vorstellen und hält weiterhin enge Kontakte zu den Rothosen.
Zudem könnte Claus Costa, derzeit Direktor Profifußball, intern zum Sportvorstand aufsteigen. Er soll im Aufsichtsrat einen positiven Eindruck hinterlassen haben und könnte das schwere Kuntz-Erbe zeitnah antreten.
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