Nachdem die rechte Defensivseite lange als eines der Hauptziele des Hamburger SV auf dem Transfermarkt galt, verdichten sich weiter die Anzeichen, dass die Rothosen doch erstmal auf der anderen Seite handeln. Als heißester Kandidat galt zuletzt Jacques Ekomié vom französischen Erstligisten SCO Angers (90min berichtete). Doch nun taucht in portugiesischen Medien ein weiterer Name auf.
Dem Onlineportal Mercato Azul zufolge soll Francisco Moura vom FC Porto kurz davorstehen, sich dem HSV anzuschließen. Der Bundesliga-Klub kläre derzeit mit dem portugiesischen Meister nur noch die letzten Modalitäten. Es gehe dabei um eine Leihe mit Kaufoption. Moura seinerseits sei von dem Wechsel sehr angetan.
Verteidiger mit Offensivdrang und Titeln im Gepäck
Moura ist 27 Jahre alt, wurde bei Braga ausgebildet und wechselte 2024 für fünf Millionen Euro über Famalicão zum FC Porto. Sein Vertrag läuft noch bis 2029. In der Primeira Liga kommt Moura bislang auf 145 Einsätze und zwölf Tore und 18 Vorlagen. Zudem lief er 28 Mal in der Europa League auf. Vergangenen Saison wurde Moura mit Porto Meister und mit der Portugal-U19 2018 Europameister.
Der frühere offensive Flügelspieler gilt als Außenverteidiger, der sich immer wieder ins Angriffsspiel einschaltet. Zu seinen Stärken zählen vor allem seine Dynamik auf der linken Seite und seine Hereingaben.
Günstige Alternative zu Ekomié? Und was wird aus Muheim?
Eigentlich hatte sich auf der linken Abwehrseite zuletzt Jacques Ekomié als heißer Kandidat in Stellung gebracht. Der 23-jährige Gabuner vom SCO Angers gilt einem Bericht der Bild zufolge als Wunschspieler der Hamburger und soll selbst klar zu einem Wechsel an die Elbe tendieren. Ein Angebot des AFC Wrexham über fünf Millionen Euro soll Ekomié abgelehnt haben, weil er ausschließlich zum HSV wechseln möchte.

Trotzdem könnte nun Francisco Moura das Rennen machen. Während bei Ekomié zuletzt noch über eine Ablöse von vier bis fünf Millionen Euro verhandelt werden müsste, könnte der HSV bei einem Leihgeschäft mit dem FC Porto bei Moura zunächst günstiger wegkommen. Damit könnte der Portugiese den eigentlich favorisierten Ekomié auf der Zielgeraden noch überholen.
Welcher Deal auch klappt - die Anzeichen verdichten sich, dass Miro Muheim noch vor dem Absprung stehen könnte. Nach Bild-Informationen sondiert das Berater-Umfeld des 28 Jahre alten Schweizer WM-Fahrers bereits seit Wochen intensiv den Transfermarkt. Intern soll bei Muheim immer wieder das mangelhafte Defensivverhalten kritisiert werden, auch seine physischen Intensitätswerte ließen zuletzt angeblich deutlich zu wünschen übrig.
Zudem spielte sich im DFB-Pokal ein Top-Talent auf Muheims Position weiter in den Vordergrund: Mit seinen erst16 Jahren glänzte Louis Lemke beim 3:0 gegen den SC Verl mit einem Tor und einer Vorlage.
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