In der langen Bundesliga-Geschichte des Hamburger SV sind die Hanseaten noch nie so schlecht in eine Saison gestartet wie aktuell. Drei Niederlagen aus drei Spielen, dazu satte zwölf Gegentore. Eine Trainerdiskussion gibt es trotzdem nicht, stattdessen wurde der Vertrag mit Merlin Polzin sogar verlängert.
Der 35-Jährige steht dabei aktuell vor seiner größten Aufgabe, denn der HSV leidet an einer akuten Gegentorflut. Mit Sebastiaan Bornauw fällt der designierte Abwehrchef weiterhin mit muskulären Problemen aus, aktuell haben die Hamburger nur die Besetzung aus der 0:5-Klatsche gegen RB Leipzig zur Verfügung.
Auch deshalb wurden in den vergangenen Tagen immer wieder vereinslose Spieler mit den Rothosen in Verbindung gebracht, unter anderem David Alaba und Jannik Vestergaard.
Polzin stärkt Verteidigern den Rücken
Nun hat sich Polzin jedoch klar gegen weitere Neuverpflichtungen ausgesprochen. "Nein. Ich habe volles Vertrauen in die Jungs. Wir erwecken zwar noch nicht den Eindruck, dass alles total eingespielt ist und stabil wirkt. Aber ich weiß um das Potenzial der Jungs, die aufgelaufen sind", erklärte der 35-Jährige gegenüber der Bild.
Er betont außerdem: "Keiner verliert mit Absicht den Ball und schenkt ein Gegentor her. Es geht um die Reaktion nach den Fehlern." Polzin schenkt den zuletzt wackligen Verteidigern also ordentlich Selbstvertrauen und beschwört zudem den Teamgeist: "Es geht immer darum, den Jungs aufzuzeigen, dass wir brutal zusammenstehen. Wir kommen aus dieser bescheidenen Situation nur gemeinsam heraus."
Gelingt gegen Köln die Wende?
Aktuell tritt Polzin deshalb vor allem als Schutzschild für seine Spieler auf. Zwar stelle man sich der Kritik, alles darüber hinaus wird allerdings nicht toleriert, erklärt er: "Ich werde es auf keinen Fall zulassen, dass wir alles in Grund und Boden reden."
Klar ist, dass gegen den 1. FC Köln eine deutliche Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen erfolgen muss, wenn man die ersten Punkte der Saison einfahren will. Dabei mithelfen soll auch Fabio Vieira, der gegen die Domstädter sein Startelf-Comeback feiern dürfte. "Er zeigt im Training klar, dass er dem Verein, der Mannschaft, den neuen Spielern und den Trainern helfen möchte, bessere Leistungen zu zeigen", schwärmt sein Trainer.
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