HSV-Flop startet nach Abgang direkt durch

In seiner Zeit beim HSV hatte Emir Sahiti meist das Nachsehen. Bei seinem neuen Arbeitgeber erlebt der Offensivspieler jedoch derzeit eine Art sportliche Wiedergeburt.
Emir Sahiti stand beim HSV zuletzt nur noch selten auf dem Platz
Emir Sahiti stand beim HSV zuletzt nur noch selten auf dem Platz / picture alliance/GettyImages
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In der Aufstiegssaison des Hamburger SV war Emir Sahiti zwar kein unumstrittener Stammspieler, kam unter Trainer Merlin Polzin aber immerhin regelmäßig zum Einsatz. Nach einer eher durchwachsenen Ausbeute von drei Toren und zwei Vorlagen in 22 Zweitliga-Spielen war jedoch schnell klar, dass der Flügelspieler nach dem Aufstieg keine große Rolle mehr spielen würde.

Und so kam es dann auch. Die Konkurrenz in der Offensive wuchs insbesondere durch die Transfers von Rayan Philippe und Fabio Vieira sowie den Durchbruch von Talent Alexander Røssing-Lelesiit, wodurch Sahiti im Laufe der Hinrunde nur selten Teil des Kaders war. Abgesehen von zwei Joker-Einsätzen im DFB-Pokal stand der Kosovare nur an den ersten beiden Bundesliga-Spieltagen der Saison auf dem Platz.

Im Winter wurde die Zusammenarbeit daher beendet - zumindest vorerst. Ende Januar wurde Sahiti bis Sommer an Maccabi Tel Aviv verliehen (90min berichtete). Der israelische Rekordmeister sicherte sich eine Kaufoption, die dem Vernehmen nach bei schlappen 500.000 Euro liegt. Gut möglich, dass Maccabi diese ziehen wird, denn die ersten Auftritte des 27-Jährigen waren mehr als nur überzeugend.

Gelingt die Aufholjagd? Sahiti wird zum Hoffnungsträger

In der Ligat ha'Al sammelte Sahiti bereits drei Einsätze. In der Partie gegen Maccabi Bnei Reineh, bei dem Tel Aviv mit 4:0 gewann, konnte er sogar schon seinen ersten Saisontreffer erzielen. Daher stand Sahiti auch beim jüngsten 0:0 gegen Beitar Jerusalem über die volle Distanz auf dem Platz.

Noch besser ist Sahitis Ausbeute im israelischen Pokal. Dort feierte er Anfang Februar sein Startelfdebüt und traf beim 5:0-Viertelfinalsieg über Maccabi Jaffa doppelt.

Erfolgreicher hätte Sahitis Einstand in Israel kaum laufen können. Gut möglich, dass der HSV-Profi zum Ende der Saison gleich auch Titel feiern darf. Im Pokal steht Maccabi nun im Halbfinale, in der Liga sieht es allerdings komplizierter aus. Der amtierende Meister steht derzeit nur auf Platz vier, der Rückstand auf Spitzenreiter Hapoel Beer Sheva beträgt satte elf Punkte.

Mit der Verpflichtung von Sahiti sind die Chancen auf eine Aufholjagd aber sicher nicht gesunken.


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