Wer als deutscher Fußballfan an die Vancouver Whitecaps denkt, dem wird in erster Linie Thomas Müller in den Sinn kommen. Die deutsche Fußballlegende wechselte im vergangenen Sommer nach Kanada, um nach 25 Jahren beim FC Bayern noch einmal ein neues Abenteuer zu erleben.
Was durch Müllers Wechsel unterging, ist der Transfer eines weiteren deutschen Spielers nach Vancouver. Auch Sebastian Schonlau schloss sich im August 2025 den Whitecaps an. Während Müller von Beginn an für Furore sorgen konnte, verliefen die ersten Monate des ehemaligen HSV-Innenverteidigers enttäuschend.
In seinem ersten halben Jahr in Vancouver laborierte Schonlau fast durchgehend an einer Achillessehnenverletzung, aufgrund derer er in der Saison 2025 zu keinem Einsatz mehr kam. Einzig für die zweite Mannschaft der Whitecaps durfte Schonlau bei einem Kurzeinsatz 34 Minuten auf dem Platz stehen. Seinen eigentlichen Teamkollegen, die sich erst im MLS-Finale Lionel Messis Inter Miami mit 1:3 geschlagen geben mussten, konnte er somit nicht helfen.
"Natürlich ist das der Worst Case nach einem Wechsel. Ich kam ja mit Ambitionen, wollte helfen, die entscheidende Phase in der MLS stand an", blickte Schonlau kürzlich in einem kicker-Interview auf seine schwierige Anfangszeit in Kanada zurück. "Ich konnte nicht zeigen, wofür sie mich geholt haben, meinem Job nicht nachgehen. Zwischenzeitlich war es schon hart, dass es sich so lange hingezogen hat, ich war fast ein halbes Jahr raus."
Schonlau erneut verletzt
Zur neuen Saison, die im Februar losging, wollte der 31-Jährige endlich richtig durchstarten. Doch aus Schonlaus großen Plänen wurde bislang nichts: Zwar gab er Mitte März beim 6:0-Erfolg gegen Minnesota United endlich sein lang ersehntes MLS-Debüt, als er für die letzten 25 Minuten eingewechselt wurde. Doch dies sollte dann auch erstmal wieder sein letzter Einsatz bleiben.
Denn nun fällt Schonlau schon wieder aus. Der Abwehrspieler hat sich laut der Hamburger Morgenpost am Oberschenkel verletzt. Wann er wieder fit ist und weitere Einsätze für Vancouver absolvieren kann, ist derzeit offen.
