Horror-Januar für Werder? Niemeyer erhöht Druck auf die Mannschaft

Auf Werder Bremen wartet ein sehr schwieriger Januar. Umso mehr Grund für Peter Niemeyer, schon jetzt einen öffentlichen Appell an die Mannschaft zu richten.
Peter Niemeyer
Peter Niemeyer / Selim Sudheimer - firo sportphoto/GettyImages
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Der Optimismus scheint rund um das Weserstadion zurzeit vom Schnee bedeckt zu sein. Eher ängstlich geht Werder Bremen die letzten Schritte auf den Restart der Bundesliga zu. Die letzten Wochen vor der Winterpause haben bereits für Ernüchterung gesorgt, woran sich das Testspiel gegen den FC St. Pauli (0:0) dieser Tage nahtlos anschloss.

Umso mehr Grund für Peter Niemeyer, die Werder-Profis kurz vor dem Restart mit deutlichen Worten in die Pflicht zu nehmen. "Es war kein gutes Spiel von uns gegen St. Pauli. Trotzdem war es ein sehr guter Test für uns, um nochmal zu verdeutlichen, dass jeder Vollgas geben muss", betonte der Leiter der Profiabteilung gegenüber der Bild.

Die jüngsten Umstellungen, die Horst Steffen etwa im Sinne einer besseren Defensiv-Stabilität vornahm, dürften dafür keine Ausrede sein: "Unabhängig vom System müssen die Spieler begreifen, dass es nur gemeinsam geht. Das muss zu sehen sein und da arbeiten wir dran." Es gebe zwar hin und wieder Spiele, "in denen es nicht so läuft, wie gewünscht, in denen man zum Beispiel nicht in die Zweikämpfe kommt". Solche Spiele dürfen aber "nicht zu häufig passieren", mahnte Niemeyer.

Bremen startet mit Kracherduellen ins neue Jahr

Der Hintergrund für die Sorge des 42-Jährigen liegt auf der Hand: Ein zurzeit formschwaches Bremen trifft in den nächsten Wochen auf starke Gegner. Am Samstag wird an der Weser gegen die TSG Hoffenheim (5. Tabellenplatz) ins neue Jahr gestartet. Anschließend warten der BVB (2.), Eintracht Frankfurt (7.) und Bayer Leverkusen (3.). Gleich die ersten vier Spieltage nach der Winterpause, also die letzten zwei der Hin- sowie die ersten zwei der Rückrunde, halten echte Kracher bereit.

Angesichts der jüngsten Leistungen kann Werder kaum mit breiter Brust in diese Duelle gehen. Stattdessen droht ein Abrutschen in der Tabelle, sollte kein Aufwärtstrend erfolgen. Schon jetzt hat die Steffen-Mannschaft die geteilt drittmeisten Gegentore kassiert, während auch vergleichsweise wenig eigene Torgefahr ausgestrahlt wird. Um in einem potenziell sehr ungemütlichen Januar zu bestehen, nimmt Niemeyer also schon jetzt die Spieler in die Pflicht.


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