Der Wechsel von Steffen Baumgart auf Marie-Louise Eta hatte für den 1. FC Union Berlin zumindest vorerst keinen positiven Einfluss auf die sportlichen Ergebnisse. So mussten sich die Köpenicker in den ersten zwei Begegnungen unter der Trainerin geschlagen geben und müssen nun um den sicheren Klassenerhalt zittern. Droht jetzt etwa die schnelle Entlassung der 34-Jährigen?
Eta soll die Saison beenden
Nein. Wie die Bild berichtet, möchte der Bundesligist unabhängig von dem suboptimalen Start unter der 34-Jährigen an der Trainerin festhalten und die letzten Saisonspiele mit ihr an der Seitenlinie angehen. Damit hält man an dem Plan fest, dass Eta die laufende Spielzeit nach der Entlassung von Steffen Baumgart zu Ende führen soll.
Natürlich hatten sich die Köpenicker erhofft, dass der Start unter der jungen Trainerin besser verlaufen wird. Sport-Geschäftsführer Horst Heldt und Union-Präsident Dirk Zingler glauben aber weiterhin daran, dass unter ihrer Leitung der Klassenerhalt gelingen wird.
Chancenlos gegen RB, bitter gegen den VfL
Obwohl beide Begegnungen verloren gingen, hätten die ersten beiden Partien mit Eta als Trainerin nicht unterschiedlicher verlaufen können. So war Union im Duell mit dem VfL Wolfsburg noch klar die bessere Mannschaft, während man gegen RB Leipzig chancenlos erschien.
Vor allem die Pleite vor heimischen Publikum gegen den direkten Konkurrenten aus Wolfsburg war schmerzhaft. Trotz eines unglaublichen offensiven Aufwands (27 Torschüsse) gelang es den Berlinern am Ende nur ein Tor zu schießen und man musste sich mit 1:2 geschlagen geben.
Wie insbesondere in der Partie gegen die Wölfe ersichtlich war, wählt Eta einen proaktiveren Ansatz als Vorgänger Baumgart. So soll ein spielerischer Ansatz umgesetzt und mehr Lösungen im eigenen Ballbesitz gefunden werden, während die Spielweise unter Baumgart mit intensiven Zweikämpfen und langen Bällen eher dem "klassischen Union-Stil" glich.
Eta sucht Positives nach 1:3-Pleite in Leipzig
Gegen RB Leipzig waren die Köpenicker klar unterlegen. Bei der 1:3-Auswärtsniederlage produzierten die Leipziger ganze vier erwartete Treffer mehr als die Gäste aus Berlin.
Marie-Lousie Eta versucht dennoch etwas positives aus der Begegnung zu ziehen: "Wir hatten gute Ballgewinne, haben daraus aber zu wenig gemacht. Uns hat der Mut im Ballbesitz gefehlt, die Situationen konsequenter auszuspielen."
Union muss diesen Mut schnellstmöglich auf den Rasen bringen, wenn der Klassenerhalt in den kommenden Wochen gesichert werden soll. Schließlich wartet am 32. Spieltag das Duell mit dem 1. FC Köln, welches sich als ein Schlüsselspiel im Abstiegskampf herausstellen könnte. Die Form spricht bei fünf sieglosen Spielen in Folge klar gegen die Mannschaft von Eta.
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