Dass es im Kader der Frankfurter Eintracht in diesem Sommer reichlich Bewegung geben wird, ist hinlänglich bekannt. Das gilt auch für die Defensive der SGE, wo mit Nathaniel Brown ein Schlüsselspieler vor dem Abschied steht. Der 22-jährige Linksverteidiger gehört nebenbei auch zu den schnellsten Spielern im Eintracht-Aufgebot.
Mit Brown würde der Frankfurter Abwehr demnach auch ordentlich Tempo verloren gehen. Die Geschwindigkeit in der letzten SGE-Reihe ist für Trainer-Rückkehrer Adi Hütter laut Bild ohnehin ein wichtiges Thema. In seiner ersten Eintracht-Amtszeit setzte der Österreicher mit David Abraham auf einen der schnellsten Innenverteidiger der Bundesliga. Der Argentinier wurde damals mit einem Top-Speed von 35,1 km/h gemessen.
Zum Vergleich die Verteidiger aus dem aktuellen Kader: Kapitän Robin Koch, Arthur Theate und Rasmus Kristensen kommen lediglich auf rund 33 km/h, Aurèle Amenda ist mit 33,5 km/h etwas schneller. Einzig Nnamdi Collins sticht mit einer Spitzengeschwindigkeit von 35,7 km/h heraus.
Um den 22-Jährigen gab es allerdings in den vergangenen Wochen auch schon Abgangsgerüchte, wobei mittlerweile ein Verbleib in Frankfurt realistischer erscheint. Mit Theate könnte dagegen einer der langsameren Abwehrspieler das Weite suchen.
Neben Valdepenas: Eintracht hat nächsten Abwehr-Youngster im Fokus
Für mehr Tempo in der Abwehr könnte derweil Victor Valdepenas sorgen. Der 19-jährige Innenverteidiger könnte als Linksfuß sogar ein Eins-zu-eins-Ersatz von Theate werden. Laut Bild baggert SGE-Sportvorstand Markus Krösche derzeit intensiv am Youngster aus der zweiten Mannschaft von Real Madrid.
Valdepenas, bei dem es große Konkurrenz anderer Klubs geben soll, scheint aber nicht der einzige Innenverteidiger auf der Eintracht-Wunschliste zu sein. Voetbal International berichtet aus der Niederlande, dass die SGE auch Ruud Nijstad von Twente Enschede auf dem Zettel hat.
Nijstad hat ein ähnliches Profil wie Valdepenas: jung, Linksfuß, großes Potenzial. Der 18-Jährige schaffte in der abgelaufenen Saison seinen Durchbruch in der Eredivisie und gilt als U19-Nationalspieler der Elftal als großes Abwehrtalent. Nijstad geschätzter Marktwert explodierte von Ende 2025 an von 700.000 Euro auf nun zehn Millionen Euro. Das Gute aus Eintracht-Sicht: Sein Vertrag bei Twente ist nur noch bis Sommer 2027 gültig. Verlängert Nijstad nicht, wäre dieser Sommer die letzte gute Verkaufsmöglichkeit für Enschede.
Premier League und PSV als Eintracht-Konkurrenz
Die schlechte Nachricht aus Eintracht-Sicht: Billig wird Nijstad dennoch nicht. Im Winter war Barça bereits abgeblitzt, weil die Katalanen nicht bereit waren, rund zehn Millionen Euro Ablöse zu zahlen. Nijstad soll vom Barça-Plan für ihn allerdings auch nicht vollends überzeugt gewesen sein.
Laut Voetball International will die SGE nun schnell handeln, ehe weitere Interessenten auf den Plan treten. Einige Premier-League-Klubs sollen bereits aufmerksam geworden sein. Mit der PSV Eindhoven soll es schon einen großen Eintracht-Konkurrenten geben. PSV soll kürzlich mit einem Angebot zwischen fünf und sechs Millionen Euro umgehend gescheitert sein. Twente soll eine deutlich höhere Summe verlangen – vermutlich weiterhin im Bereich des aktuellen Marktwertes.
