Die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ist im vollen Gange. Nach etwas mehr als einer Woche befinden wir uns am zweiten Spieltag der Gruppenphase und neben dem fulminanten Auftaktsieg der deutschen Nationalmannschaft gab es auch schon erste Überraschungen wie das torlose Remis von Kap Verde gegen den Titelaspiranten Spanien.
Zumindest der Sieg des DFB-Teams dürfte auch Uli Hoeneß gefallen haben. Ansonsten hat der Ehrenpräsident des FC Bayern München nicht viel übrig für die WM 2026, wie er in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung preisgab.
Hoeneß kritisiert überbordenden Kommerz
"Ich bin immer für Kommerz im Fußball gewesen, aber nicht in dieser extremen Form."Uli Hoeneß (FAZ)
Bereits vor dem Turnierbeginn auf dem nordamerikanischen Kontinent wurde die WM heiß diskutiert und auch kritisiert, egal ob es dabei um die neu eingeführten Trinkpausen, die aktuelle politische Lage des Gastgeberlandes aus den Vereinigten Staaten oder die horrenden Ticketpreise ging.
Gerade Letzteres stellte auch Uli Hoeneß besonders negativ heraus: "Zweitausend Dollar für ein Finalticket mittlerer Güte, wo soll das enden? Ich bin immer für Kommerz im Fußball gewesen, aber nicht in dieser extremen Form."
Hoeneß lehnte Reise zur WM ab
"Ich glaube, dass diese Weltmeisterschaft ein Fiasko für den Fußball wird."Uli Hoeneß (FAZ)
Wie die Legende des deutschen Rekordmeisters im Gespräch verriet, hatte er die Gelegenheit dem Turnier beizuwohnen und vor Ort zu sein, diese lehnte er jedoch ab. Der 74-Jährige möchte die angesprochenen horrenden Ticketpreise nicht auch noch durch den Kauf von Eintrittskarten unterstützen.
Generell ordnet er das Großturnier negativ ein und findet dabei gewohnt klare Worte: "Ich glaube, dass diese Weltmeisterschaft ein Fiasko für den Fußball wird." Dementsprechend hatte Hoeneß auch "überhaupt keine Lust, zu dieser WM zu reisen."
Auch die Möglichkeit während der WM kostenlos bei einem Bekannten in Florida unterzukommen, konnte ihn nicht umstimmen, ganz im Gegenteil: "Und selbst wenn ich Lust gehabt hätte, sie wäre mir vergangen, als man mir die bevorzugte Lage des Hauses nannte."
Entsprechende Unterkunft soll sich nämlich ganz in der Nähe vom Anwesen des US-Präsidenten Donald Trump befinden, für den Uli Hoeneß wohl, wie für die diesjährige Weltmeisterschaft, nicht all zu viel übrig hat.
Mehr News zur WM 2026 lesen:
