Skip to main content

Hoeneß wettert: FC Bayern als "großer Leidtragender"

Die WM und die Länderspielpause haben vor allem dem FC Bayern zugesetzt – meint Uli Hoeneß. Dennoch wird die Liga-Konkurrenz seiner Ansicht nach keine Chance auf die Meisterschaft haben.
VonYannik Möller
Uli Hoeneß ist wahrlich ein Freund klarer Worte
Uli Hoeneß ist wahrlich ein Freund klarer Worte | picture alliance/GettyImages

Die ersten fünf Spieltage sind absolviert und der FC Bayern steht lediglich auf Rang drei. Ein ungewöhnlicher Anblick, der sich aber durch die zwei Unentschieden gegen den FC Schalke und den FC Augsburg am vergangenen Wochenende ergibt. Dadurch fehlen dem deutschen Rekordmeister vier Punkte.

"Überhaupt nicht!", entgegnete Uli Hoeneß nach dem 2:2-Remis jedoch auf die Nachfrage der Bild, ob sich die Konkurrenz vielleicht Hoffnung machen könnte, in dieser Saison einen schwächelnden FCB zu erwischen.

Darauf folgte eine regelrechte Kritik-Tirade des Ehrenpräsidenten der Münchener. Der Grund: Die lange Länderspielpause, die dann auch noch frühzeitig nach Saisonbeginn folgte, der wiederum noch von der Weltmeisterschaft im Sommer beeinflusst war.

FC Bayern als "großer Leidtragender" der WM und Länderspielpause

"Wir sind der große Leidtragende dieser langen WM. Unsere Spieler kamen ja sehr spät zurück, mussten dann in Urlaub gehen. Dann hat die Bundesliga erst am 25. August angefangen. Ich finde es von der UEFA eine Katastrophe, vier Wochen nach Bundesliga-Beginn schon zwei Wochen Pause zu machen", kritisierte Hoeneß deutlich. Es sei daher "ganz normal", dass die Mannschaft mit 18 Nationalspielern etwas den Rhythmus verloren habe.

Dahingehend müssten sich die Klubs gegenüber der UEFA ohnehin mal "durchsetzen", wie Hoeneß forderte. Immerhin seien sie es, die die Spieler bezahlen – und eben nicht die Nationalmannschaften. "Und so ein alberner Wettbewerb wie die Nations League wird hier vorgenommen. Das ist der Witz des Jahres!"

Dennoch wollte der 74-Jährige das Unentschieden in Augsburg nicht bloß an der Länderspielpause festmachen. Man müsse auch zugeben, dass sein FC Bayern in der ersten Halbzeit schlichtweg "sehr schwach gespielt" habe. Dazu fasste Hoeneß zusammen: "Wenn man natürlich so ein blödes Tor kriegt in der achten Sekunde, ist es auch schwierig. Aber in der zweiten Halbzeit hat der FC Bayern so gespielt, wie wir uns das vorstellen. Und mit ein bisschen Glück hätten wir ja auch gewonnen."


Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu