Uli Hoeneß hat einmal mehr interessante Einblicke in das Innenleben des FC Bayern München gegeben. Diesmal verriet der Ehrenpräsident, dass Trainer Vincent Kompany im vergangenen Sommer offenbar unbedingt Xavi Simons verpflichten wollte. Der Wunsch wurde jedoch schnell abgeschmettert.
Stattdessen wechselte der Niederländer für 65 Millionen Euro Ablöse von RB Leipzig in die Premier League zu den Tottenham Hotspur.
Kompany wollte Xavi unbedingt
Im Podcast "Auf eine weiß-blaue Tasse" schilderte Hoeneß ein Treffen am Tegernsee. Demnach seien Kompany und Sportdirektor Christoph Freund extra zu ihm gefahren.
"Er hat gesagt: 'Uli, wir brauchen den Xavi, wir brauchen den Xavi, wir brauchen den Xavi'", erzählte Hoeneß. Gemeint war offenbar Xavi Simons, der damals mehrfach mit einem Wechsel nach München in Verbindung gebracht wurde.
Die Antwort des Bayern-Patrons fiel deutlich aus und mit einer Portion Humor. "Ich hatte einen Apfelkuchen bestellt, beziehungsweise auf dem Tisch stehen, und habe gesagt: 'Du Vince, du kannst jetzt noch ein Stück Apfelkuchen essen, aber du bekommst keinen Xavi.'"

Hoeneß Veto ermöglich Karl-Durchbruch
Statt eines weiteren teuren Transfers setzte der deutsche Rekormeister intern offenbar bewusst auf den vorhandenen Kader und eigene Talente. Uli Hoeneß erklärte zudem, dass Vincent Kompany stattdessen verstärkt auf Nachwuchsspieler setzen sollte. "Wir wollen, dass du die jungen Spieler einsetzt", habe er dem Coach damals mitgegeben. Laut Hoeneß habe Kompany diese Vorgabe "100-prozentig umgesetzt."
Als bestes Beispiel gilt Lennart Karl, der sich inzwischen im Profikader festgespielt und die Bundesliga in dieser Saison mächtig aufgemischt hat. In 36 Pflichtspielen erzielte der 18-Jährige neun Tore und bereitete sieben weitere Treffer vor.
Heute steht fest: Kompany bekam damals nicht seinen Wunschspieler, dafür aber ein Stück Apfelkuchen und eine Ansage die fruchtete.
