Schlechte Nachrichten für Hannover 96 im engen Aufstiegsrennen der zweiten Bundesliga. Maik Nawrocki hat sich beim 2:0-Erfolg in Darmstadt eine strukturelle Muskelverletzung der rechten Adduktoren zugezogen, wie der Verein mitteilte. Das bedeutet das der Pole einen Muskelfaserriss im Leistenbereich erlitt.
Der Innenverteidiger fällt rund zwei Wochen aus und verpasst damit unter anderem das wichtige Topspiel gegen den SC Paderborn 07 am Samstag (20:30 Uhr, RTL).
Schwerer Verlust für die Defensive - Nawrocki Zukunft offen
Der Ausfall wiegt schwer, denn Maik Nawrocki hatte sich nach einer verletzungsgeprägten Hinrunde zuletzt in kurzer Zeit zu einem echten Stabilitätsfaktor entwickelt. Der 25-Jährige brachte Sicherheit in die Defensive und setzte zudem offensiv Akzente. In 15 Zweitligaeinsätzen war er an fünf Toren beteiligt, zwei Treffer erzielte er selbst.
Für Nawrocki persönlich ist die Verletzung besonders bitter. Der Leihspieler von Celtic kann im entscheidenden Saisonabschnitt vorerst nicht mithelfen. Dabei dürfte der Aufstieg auch für seine Zukunft eine wichtige Rolle spielen.
Zwar besitzen die Niedersachsen eine Kaufoption, ohne Bundesliga-Rückkehr wäre ein dauerhafter Verbleib jedoch deutlich schwieriger zu realisieren. Zudem sollen laut Bild mehrere Erstligisten aus dem In- und Ausland den 1,90 Meter großen Verteidiger beobachten.
Weitere Verletzungssorgen verschärfen Aufstiegskampf
Hannover liegt aktuell auf dem Relegationsplatz, einen Punkt vor der SV Elversberg auf Rang vier und vier Zähler hinter dem SC Paderborn. Ausgerechnet vor dem direkten Duell geht Hannover damit geschwächt in ein Schlüsselspiel der Saison.
Trainer Christian Titz muss auf der Zielgeraden nun mehrfach umbauen. Als wahrscheinlichster Ersatz für Maik Nawrocki gilt Virgil Ghita, der seine Qualitäten in dieser Spielzeit bereits mehrfach unter Beweis gestellt hat. Sorgen gibt es dagegen weiter bei Benedikt Pichler, der wegen Problemen an der Achillessehne gegen Paderborn wohl fehlen wird.
Immerhin kann Hannover bei Stefan Teitur Thordarson aufatmen. Nach seinem Pferdekuss stand der Mittelfeldspieler bereits wieder auf dem Trainingsplatz und dürfte rechtzeitig zur Verfügung stehen.
