Hertha-Star vermeidet Treuebekenntnis
Von Jan Kupitz

Für Hertha BSC geht es in der Rückrunde um alles. Sollten die Berliner den Aufstieg in die Bundesliga abermals verpassen, droht im Sommer ein harter Schnitt. Die Bild hatte zuletzt berichtet, dass Fabian Reese, Marton Dardai, Tjark Ernst, Linus Gechter und Kennet Eichhorn dann kaum zu halten wären.
Am längsten von diesen Fünf ist Dardai im Verein, der schon seit 2012 mit der Fahne auf der Brust aufläuft. "Ein langer Weg und Zeitraum", sagte er zur Bild über seinen Werdegang beim BSC, der in der U10 begann. "Das ist mir bewusst. Deswegen bin ich ganz stolz, dass ich hier so lange ohne Unterbrechungen da bin."
Doch nur weil Dardai so lange das Hertha-Trikot trägt, heißt es nicht, dass das für immer so bleiben wird. Denn ein Treuebekenntnis wollte er sich nicht entlocken lassen. Stattdessen ließ der Verteidiger die Tür für einen Abschied offen und machte klar, dass sein oberstes Ziel die Bundesliga ist: "Meine Aufgabe ist es, diese Saison mit Hertha aufzusteigen. Wenn das klappt, kann man über die nächsten Fragen diskutieren."
Derzeit besitzt Dardai noch einen Vertrag bis 2028, der jedoch als "gutdotiert" bezeichnet wird. Neben dem Aspekt, dass Dardai sportlich größere Ambitionen hat, könnte Hertha sich einen Verbleib des Eigengewächses bei Nicht-Aufstieg wohl schon allein aus finanziellen Gründen kaum leisten. Klar ist auch, dass Dardai seinen Platz in der ungarischen Nationalmannschaft behalten möchte, was als Erstliga-Spieler nunmal einfacher ist als im Unterhaus.
Dazu verriet der 23-Jährige, dass es in der Vergangenheit immer wieder Anfragen für einen Wechsel gab: "Das kam schon mal vor, aber jetzt nicht so, dass ich unbedingt wegwollte. Ich hatte Angebote, aber habe mich dann immer wieder für Hertha entschieden. Ich wollte mich erst hier festigen, bevor ich mal etwas anderes sehe." Ist es 2026/27 soweit?
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