Bayer 04 Leverkusen richtet den Blick erneut auf den Nachwuchs von Hertha BSC. Nach dem erfolgreichen Transfer von Ibrahim Maza im vergangenen Jahr steht nun das nächste Top-Talent im Fokus: Kennet Eichhorn.
Wie Sky und Bild berichten, beschäftigt sich der Werksklub intensiv mit dem 16-Jährigen und hat bereits konkrete Gespräche geführt.
Gespräche gestartet - macht es Bayer wie bei Maza?
Nach Informationen von Sky hat Bayer 04 seine Bemühungen um Kennet Eichhorn zuletzt konkretisiert. Eine Delegation um Sportchef Simon Rolfes und Direktor Kim Falkenberg reiste demnach nach Berlin, um sich mit dem Umfeld des 16-Jährigen auszutauschen.
Dabei präsentierten die Verantwortlichen offenbar ein detailliertes Entwicklungskonzept und sprachen auch über die finanziellen Rahmenbedingungen eines möglichen Transfers.
Laut Bild könnte sich ein Deal am Modell von Ibrahim Maza orientieren, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Eichhorn soll im Falle eines Wechsels nicht sofort für die Werkself auflaufen. Leverkusen ist bekannt dafür, behutsam mit jungen Talenten umzugehen.
Stattdessen ist eine Leihe geplant, möglicherweise sogar zurück zu Hertha BSC, um ihm weiterhin regelmäßige Spielpraxis zu ermöglichen. Für beide Seiten wäre das eine klassische Win-win-Situation.

Eichhorn als fehlendes Puzzlestück im Bayer-Zentrum
Auch sportlich würde Eichhorn perspektivisch gut nach Leverkusen passen. Vor allem im zentralen Mittelfeld fehlt es dem Double-Sieger von 2024 in der Breite und in der Spitze an Qualität. Neben Aleix Garcia und Exequiel Palacios, der immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hat, mangelt es an stabilen Optionen im Zentrum.
Sommerneuzugang Equi Fernandez konnte die Erwartungen bislang nicht erfüllen, während Kapitän Robert Andrich zuletzt häufig in der Innenverteidigung aushelfen musste. Eichhorn könnte hier langfristig eine wichtige Rolle im Leverkusener-System einnehmen.
Große Konkurrenz aus ganz Europa - Entscheidung offen
Im Werben um Kennet Eichhorn ist Bayer 04 Leverkusen jedoch längst nicht allein. Zahlreiche europäische Topklubs beobachten den defensiven Mittelfeldspieler, darunter Real Madrid, FC Barcelona, Paris Saint-Germain, FC Arsenal und Manchester United. Auch innerhalb der Bundesliga mischen mit dem FC Bayern München, RB Leipzig und Eintracht Frankfurt namhafte Interessenten mit.
Eichhorn verfügt laut Berichten über eine Ausstiegsklausel zwischen zehn und zwölf Millionen Euro – bei einem von transfermarkt.de geschätzten Marktwert von rund 20 Millionen. Damit gilt das Berliner Top-Talent als vergleichsweise günstige Gelegenheit auf dem Transfermarkt, was das große Interesse der Klubs zusätzlich erklärt.
Aktuell arbeitet das Talent nach einer Sprunggelenksverletzung an seinem Comeback. Eine Entscheidung über seine Zukunft ist noch nicht gefallen. Klar ist jedoch: Sollte Eichhorn wechseln, wäre er einer der teuersten Abgänge der Hertha-Geschichte und womöglich das nächste Berliner Top-Talent, dessen Weg über Leverkusen in die europäische Spitze führt.
