Mit dem Abgang von Michael Cuisance scheint der Aderlass bei Hertha BSC weiterzugehen. Der 26-Jährige soll vor einem Wechsel zu Champions-League-Teilnehmer RC Lens aus der Ligue 1 stehen. Nach Kennet Eichhorn, Fabian Reese, Toni Leistner und Michal Karbownik wäre er der fünfte Stammspieler, der die Alte Dame diesen Sommer verlässt.
Auf der Gegenseite steht noch kein einziger externer Neuzugang. Das soll vor allem an der prekären finanziellen Lage des Hauptstadtklubs liegen.
Hertha konnte bei Mathisen nicht konkret werden
Bedarf gibt es praktisch in allen Mannschaftsteilen, auch im Abwehrzentrum, wo mit Marton Dardai und Linus Gechter weitere prominente Namen den Abflug machen könnten. Bei Routinier Toni Leistner hatte sich der BSC überraschend gegen eine Vertragsverlängerung entschieden.
Laut Bild zeigt Hertha großes Interesse an Marcus Mathisen vom 1. FC Magdeburg. Mit dem 30-jährigen Dänen soll es bereits Gespräche gegeben haben. Doch die Hertha hat zwei große Probleme im Werben: Man braucht wohl erst weitere Verkäufe, um sich Mathisen leisten zu können. Und das, obwohl er ablösefrei zu haben wäre. Zum anderen gibt es große Konkurrenz. Magdeburg würde gerne verlängern, Kiel und St. Pauli wollen den Routinier ebenfalls (90min berichtete).
St. Pauli hat Konkurrenz "teils deutlich übertrumpft"
Weil es sein letzter großer Vertrag sein könnte, will sich Mathisen offenbar für das finanziell lukrativste Angebot entscheiden. Und das scheint definitiv nicht mehr aus Berlin zu kommen. Während die Hertha weiter abwarten musste, scheint Bundesliga-Absteiger Pauli Nägel mit Köpfen zu machen.
Wie die Bild berichtet, hat sich Mathisen für einen Wechsel nach Hamburg entschieden. Die Offerte aus Gehalt und Handgeld soll die Konkurrenz "teils deutlich übertrumpft haben".
Bei den Kiezkickern herrschte großer Bedarf in der Innenverteidigung. Mit Karol Mets wurde nicht verlängert, Hauke Wahl wechselte für zwei Millionen Euro nach Wolfsburg und Eric Smith wird nach der WM (Teilnahme mit Schweden) wohl folgen.
