Dass der BVB im offensiven Mittelfeld personell nachlegen möchte, ist ein offenes Geheimnis. Als absolute Wunschlösung gilt nach wie vor das 18-jährige Ausnahmetalent Konstantinos Karetsas vom KRC Genk. Mit dem spielstarken modernen Zehner sind sich die Dortmunder bereits grundsätzlich einig, doch die Verhandlungen mit den Belgiern stocken.
Während die Borussia zuletzt ein stattliches Gesamtpaket von rund 26 Millionen Euro geboten haben soll, beharrt Genk stur auf einer Ablösesumme jenseits der 35 Millionen Euro. Um für alle Szenarien gewappnet zu sein, prüfen die BVB-Bosse nun hochkarätige Alternativen auf dem Markt.
Laut Informationen des belgischen Transfer-Insiders Sacha Tavolieri ist dabei ein Name ganz heiß in den Fokus gerückt: Rayane Bounida. Der 20-jährige marokkanische Nationalspieler hat bei Ajax Amsterdam eine starke Entwicklung genommen und weckt Begehrlichkeiten im Ruhrgebiet. Das Dortmunder Interesse an dem technisch hochbegabten Rechtsfuß ist dabei keineswegs neu. Bereits seit Sommer 2021, als Bounida noch in der renommierten Jugendakademie des RSC Anderlecht glänzte, scoutete die Borussia das Talent intensiv.
Früher Hype, Gehalts-Zoff und der Durchbruch in Amsterdam
In seiner belgischen Heimat galt Bounida früh als kommender Weltstar, was ihm bereits im Teenageralter enorme Aufmerksamkeit einbrachte. Für Schlagzeilen sorgte der Edeltechniker allerdings auch abseits des Platzes, als er im Alter von gerade einmal 16 Jahren – und noch ohne ein einziges Profispiel absolviert zu haben – angeblich ein Jahresgehalt von 700.000 Euro für eine Vertragsverlängerung in Anderlecht gefordert haben soll. Die Belgier lehnten ab, woraufhin es ihn 2022 in die Niederlande zu Ajax zog.
Nach Anlaufschwierigkeiten feierte der wendige Spielmacher in der abgelaufenen Eredivisie-Saison 2025/26 den endgültigen Durchbruch im Profibereich. In 28 Pflichtspielen steuerte er zwei Tore und beachtliche neun Vorlagen bei. Seine Flexibilität, sowohl im Zentrum als auch auf den Außenbahnen wirbeln zu können, macht ihn für das Dortmunder System extrem attraktiv. Ende Mai krönte Bounida sein starkes Jahr zudem mit dem Debüt in der marokkanischen A-Nationalmannschaft.
Transfer-Hürden: Ajax fordert stolzen Preis
Ein Selbstläufer würde die Verpflichtung für den BVB allerdings nicht werden. Obwohl Ajax einem Verkauf des bis 2028 gebundenen Juwels grundsätzlich offen gegenübersteht, betonen die Niederländer, ihren Rohdiamanten keinesfalls unter Wert abzugeben. Wie schwierig die Verhandlungen mit Ajax sein können, musste erst im Mai Borussia Mönchengladbach schmerzhaft erfahren – die Fohlen bissen sich an den Ablöseforderungen der Amsterdamer die Zähne aus.
Für den BVB gilt zudem eine klare interne Vorgabe: Bevor die Dortmunder im Poker um Bounida ernst machen können, müssen zunächst andere Transferprioritäten abgearbeitet und eigene Spieler abgegeben werden, um das nötige Budget freizusetzen. Sollte sich die Tür bei Wunschspieler Karetsas jedoch endgültig schließen, könnte die Personalie Bounida an der Strobelallee ganz schnell ganz heiß werden.
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